Ausstellung an der Kirchstraße
„Schau mich an – Gesicht einer Flucht“

Altenberge -

Eine besondere Ausstellung ist derzeit in den Fenster des Büros des Familienbündnisses und der ehemaligen Buchhandlung Janning zu sehen. Der Titel: „Schau mach an – Gesicht einer Flucht“.

Mittwoch, 17.02.2021, 14:36 Uhr
Eröffneten die Ausstellung (v.l.): Gerburg Große Lordemann, Ursula Ueding, Wollo Seidel (alle Kita St. Martin) sowie Melanie Partzsch und Ulrike Reifig (beide Familienbündnis).
Eröffneten die Ausstellung (v.l.): Gerburg Große Lordemann, Ursula Ueding, Wollo Seidel (alle Kita St. Martin) sowie Melanie Partzsch und Ulrike Reifig (beide Familienbündnis). Foto: mas

„Ich wünsche allen Menschen Zufriedenheit und Gesundheit. Ich danke allen Menschen, die uns akzeptieren“, ist auf einem großen Plakat zu lesen. Es hat zusammen mit weiteren großen Aufstellern den Weg ins Schaufenster der ehemaligen Buchhandlung Janning und des Büros des Familienbündnisses an der Kirchstraße gefunden. Das Zitat stammt von einer 38-jährigen Frau aus Syrien, die mit ihrer Familie nach Deutschland geflohen ist, und ist Teil der Ausstellung „Schau mich an – Gesicht einer Flucht“.

Menschliches Leid

Die Idee dazu, die Ausstellung nach Altenberge zu holen, hatte Ursula Ueding , die als Sozialpädagogin im katholischen Familienzentrum für die interkulturelle Arbeit zuständig ist. Als Partner holte sie das Familienbündnis mit ins Boot. Zusammen mit ihrem Mann Wollo Seidel, er als Hausmeister in der Kita St. Martin arbeitet, holte sie die großen Plakate aus Haltern am See ab.

Im dortigen Asylkreis engagieren sich etwa 350 Frauen und Männer, um Menschen zu unterstützen, die ihre Heimat verloren haben. „Schau mich an – Gesicht einer Flucht“ ist ein Beitrag „zur Integration der Geflüchteten in unserer Stadt“, heißt es in der Ankündigung zur Ausstellung.

„Kriege ziehen Flüchtlinge nach sich und erzeugen menschliches Leid“, sagte Ulrike Reifig, Vorsitzende des Familienbündnisses, als sie zusammen mit Gerburg Große Lordemann, Verbundleiterin der drei katholischen Kitas, sowie mit Melanie Partzsch (Familienbündnis), Ursula Ueding und Wollo Seidel die Ausstellung vorstellte.

Netzwerke

Für Gerburg Große Lordemann war klar, dass diese Bilder es verdient haben, auch in Altenberge gezeigt zu werden. Mit den Gesichtern einer Flucht werde in besondere Weise auf die Thematik „Asyl und Migration“ aufmerksam gemacht, so Gerburg Große Lordemann im Rahmen der Vorstellung der Bilder.

Ursula Ueding stellt während ihrer Arbeit mit Flüchtlingen immer fest, „wie groß die Hilfsbereitschaft in Altenberge ist“. „Die Netzwerke funktionieren“, sagt die Sozialpädagogin.

In der Ausstellung erzählen Asylsuchende ihre Geschichte auf dem nach Deutschland. Wer an den Schaufenstern in der Kirchstraße stehen bleibt, bekommt zumindest einen kleinen Einblick in die Lebenssituation der Geflüchteten: Wer sie sind, warum sie fliehen mussten und was sie unterwegs erlebt haben. Es sind „Schicksale, die berühren und die unsere Augen für das Trauma von Krieg, Terror und Flucht öffnen“, so die Initiatoren der Ausstellung, die bis Ende März zu sehen ist.

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