Besondere Aktion im Ortskern
Hundekot sorgt für Ärger

Altenberge -

Stefanie Felbel ärgert sie sich immer wieder über Hundekot, der nicht entfernt wird. Nun markierte sie die „Tretminen“ mit roten Hundekotbeuteln.

Donnerstag, 18.02.2021, 17:09 Uhr
Jedes rote „Fähnchen“ zeigt es an: Dort wurde Hundekot nicht entsorgt.
Jedes rote „Fähnchen“ zeigt es an: Dort wurde Hundekot nicht entsorgt.

Nein, es handelte sich in den vergangenen Tagen nicht um ein Kunstwerk, auch wenn es auf den ersten Blick durchaus hätte sein können: Rote Hundekotbeutel wurden auf Schaschlik-Holzstäbchen gesteckt und auf den Verbindungswegen zwischen der Straße Vinhage und dem Parkplatz am K&K-Markt in den Boden gesteckt. Verantwortlich für diese Aktion ist Stefanie Felbel . „Es ärgert mich jeden Tag, wenn überall so unendlich viel Hundekot herumliegt“, sagt die Altenbergerin.

Ganz spontan sei ihr der Gedanke gekommen, etwas gegen den Hundekot zu unternehmen, erzählt Stefanie Felbel, die selbst viermal am Tag mit Hund Benni, einem Terrier-Mix, Gassi geht, und das Problem der Hinterlassenschaften der Vierbeiner nur zu gut kennt. „Eine Aktion musste her“, war ihr Gedanke, als sie wieder einmal bei ihrer Runde mit Benni auf den Grünflächen und auf den Straßen zahlreichen Hundekot entdeckte. Zusammen mit einer Nachbarin griff sie zu den Hundekotbeuteln am Stil und platzierte sie dort, wo Frauchen oder Herrchen nicht den Hundekot entsorgt hatten.

Terrier-Mix

„Auch wenn es nur temporär für eine Sensibilisierung sorgt, so ist es besser, als nichts zu tun“, sagt Stefanie Felbel. Sie möchte die Hundehalter zu mehr Verantwortung sensibilisieren, so Felbel. Viele Hundebesitzer „denken offenbar auch nicht an ihren eigenen Hund“. Diese könnten, wenn sie Kot fressen, krank werden. Zudem sei der Kot nicht gut für den Boden und sei schädlich für die Umwelt.

„Tretminen“

Schon oft habe Felbel Hundebesitzer angesprochen, wenn sie nicht die „Tretminen“ beseitigt hätten. „Ausreden haben sie immer“, sagt Felbel. „Ich habe keine Tüte dabei“ sei der „Klassiker“. Dabei stehen an zahlreichen Stellen im Gemeindegebiet Ständer mit Hundekotbeuteln, die kostenlos entnommen werden können. Nun hofft Stefanie Felbel, dass ihre Aktion einige Hundehalter zum Nach- und Umdenken anregt.

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