Kommunalpolitiker erzielen Einigung
50 000 Euro für digitale Ausstattung der Schulen

Altenberge -

Die Grundschulen sollen die Möglichkeit erhalten, zusätzliche digitale Endgeräte anzuschaffen. Dafür sollen zusätzlich 50000 Euro im Etat für 2021 eingestellt werden.

Freitag, 19.02.2021, 15:19 Uhr
Über die Anschaffung von zusätzlichen digitalen Endgeräten diskutierten die Kommunalpolitiker.
Über die Anschaffung von zusätzlichen digitalen Endgeräten diskutierten die Kommunalpolitiker.

Wie viele digitale Endgeräte benötigen die beiden Altenberger Grundschulen? Die SPD möchte „keine Familie digital abhängen“, sagte die Fraktionsvorsitzende Lisa Holtstiege-Tauch in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Teilhabe, Generationen, Kultur, Sport und Soziales. Die SPD hatte den Antrag gestellt, alle etwa 450 Grundschüler mit einem digitalen Endgerät auszustatten. Dafür würden Kosten von etwa 225 000 Euro entstehen. Doch dieser Antrag fand keine Mehrheit.

Zweckbindung

CDU und FDP stimmten dagegen und schlugen ihrerseits einen Kompromiss vor: Das für 2021 vorgesehene Schulbudget in Höhe von etwa 227 000 Euro soll um 50 000 Euro angehoben werden. Allerdings mit der Zweckbindung, dass die 50 000 Euro nur für die Anschaffung digitaler Geräte verwendet werden darf. Diesem Beschluss stimmten alle Fraktionen zu.

Wir benötigen nicht 430 iPads.

Hauke Rosenow, Leiter der Johannesschule

An der Borndalschule gibt es insgesamt 57 Tablets. Davon werden derzeit 27 Tablets ausgeliehen, sagte die kommissarische Leiterin Ulrike Zeljko . An der Johannes-Grundschule sind aktuell acht Tablets ausgeliehen. Im Rahmen des Digitalpakts Schule hat die Johannesschule zudem kürzlich weitere 35 iPads erhalten, sodass augenblicklich 65 iPads zur Verfügung stehen.

An beiden Grundschulen gibt es demnach jetzt 112 iPads. Hinzu kommen an der Johannes-Grundschule 17 und an der Borndalschule 20 iPads für Lehrer.

„Wir benötigen nicht 430 iPads“, sagte Hauke Rosenow, Leiter der Johannes-Grundschule. Es würde ausreichen, wenn an beiden Schulen jeweils etwa 50 weitere Geräte angeschafft würden. Zudem seien nicht nur die Anschaffungskosten zu berücksichtigen, so Rosenow. Wartung, Reparatur oder eventuell der Ersatz von Geräten seien zu beachten.

Medienkonzept

Mit Blick auf die neue Grundschule stellten die beiden Schulleiter auch das umfangreiche Medienkonzept vor. Auch künftig werde es eine Tafel geben, sagte Ulrike Zeljko in der Sitzung des Bildungs-Ausschusses. Aber: Der Einsatz von digitalen Geräten nehme mit zunehmenden Alter zu. Für jedes Schuljahr werde beispielsweise festgelegt, welche Medienkompetenzen erlangt werden müssen. Langfristig seien 200 digitale Endgeräte wünschenswert – also etwa ein Gerät für zwei Schüler, so Ulrike Zeljko.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7828464?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F167%2F
Nachrichten-Ticker