Johannes Waldmann auf Platz 39
„Motivation für den Wahlkampf“

Altenberge/Nordwalde/Laer -

Er steht auf Listenplatz 39 – chancenlos damit in den Bundestag einzuziehen, sieht sich Johannes Waldmann aber nicht. Der 32-jährige Lehrer aus Davensberg kandidiert für die SPD im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II, zu dem Nordwalde, Altenberge und Laer gehören.

Sonntag, 02.05.2021, 20:49 Uhr
Während der Landesdelegiertenkonferenz wurde Johannes Waldmann auf Listenplatz 39 gewählt. Zum Wahlbezirk Coesfeld-Steinfurt II gehören auch die Gemeinden Nordwalde, Altenberge und Laer.
Während der Landesdelegiertenkonferenz wurde Johannes Waldmann auf Listenplatz 39 gewählt. Zum Wahlbezirk Coesfeld-Steinfurt II gehören auch die Gemeinden Nordwalde, Altenberge und Laer.

Listenplatz 39 für SPD-Bundestagskandidat Johannes Waldmann aus Ascheberg. „Das geht klar“, sagt der 32-jährige Lehrer aus Davensberg zum Ergebnis der Landesdelegiertenkonferenz der NRW-SPD, in der die Reserveliste für die Bundestagswahlen aufgestellt wurde.

„Für mich bedeutet das Ergebnis eine große Motivation für den Wahlkampf. Es geht um jede Stimme für die SPD sowohl bei den Erst- als auch Zweitstimmen“, sagt Waldmann, der im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II (127) kandidiert. Bis Platz 82 hat die Delegiertenkonferenz die Reserveliste mit Kandidaten aus NRW besetzt. Zum Wahlkreis 127 gehören auch die Kommunen Laer, Altenberge und Nordwalde.

13 Kandidaten mit Chancen auf Direktwahl

Chancenlos sieht sich der Hauptschullehrer und Fraktionsvorsitzende der Coesfelder Kreis-SPD mit seinem Platz 39 nicht. Bei der vergangenen Bundestagswahl 2017 zog die Liste zwar nur bis Platz 17 – damals verpasste SPD-Kandidat Ulrich Hampel knapp den Einzug. Doch jetzt ist alles anders. Zum einen könnte die Liste weiter reichen, wenn über die Erststimmen weniger Direktkandidaten einziehen. Zum anderen sind viele Kandidaten aus NRW aus den bisherigen SPD-Gewinner-Wahlkreisen über vordere Plätze der Reserveliste abgesichert – das war bei früheren Wahlen weniger der Fall. „Bei mir stehen 13 Kandidaten vor mir auf der Liste, die gute Chancen auf eine Direktwahl haben“, erklärt Waldmann. Diese würden bei einem Einzug von der Liste gestrichen und Waldmann würde weiter nach vorne rücken. Entscheidend ist zudem das Wahlergebnis der SPD.

Aktuell sind 40 Abgeordnete aus Nordrhein-Westfalen im Bundestag . Sollte Waldmann den Einzug bei den Bundestagswahlen im September schaffen, wäre aus dem Kreis Coesfeld nach 2013 wieder ein SPD-Abgeordneter im Bundestag vertreten.

Doch von der ganzen Rechnerei im Vorfeld hält der Ascheberger nicht viel. „Das bringt nichts“, sagt er. Für ihn sei es „eine große Sache“, für den Bundestag als Kandidat aufgestellt worden zu sein. „Ich möchte den Wahlkampf so gut wie möglich machen“, sagt Waldmann. „Wenn ich keine Chancen für die SPD sehen würde, wäre ich falsch am Platz.“

Soziale Perspektiven sollten Rolle spielen

Seine Schwerpunkte sieht er darin, die Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche sowie von Menschen, die schlechte Chancen haben, zu verbessern. „Das ist mein Antrieb und darum bewerbe ich mich um die Bundestagskandidatur im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II“, sagt er. „Wenn Eltern einen guten Arbeitsplatz mit fairen Verdienstmöglichkeiten haben, schlägt sich das auch auf ihre Kinder nieder.“

Die SPD ist aus seiner Sicht die erste Adresse, die im Zusammenspiel mit den Gewerkschaften und weiteren Institutionen und Verbänden für soziale Verbesserungen sorgen kann. „Es wäre schade, wenn sie das nicht mehr wäre“, sagt Waldmann mit Blick auf die Verluste, die die SPD bei Umfragen nach wie vor einfährt. Auch bei Umwelt- und Klimamaßnahmen sollten soziale Perspektiven eine Rolle spielen. „Bei den Schulen muss der Bund mehr mitreden, nicht nur die Länder und die Kommunen“, meint Johannes Waldmann.

Der Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II

Der Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II (127) umfasst den kompletten Kreis Coesfeld sowie die Gemeinden Altenberge, Laer und Nordwalde vom Kreis Steinfurt. Als Kandidatinnen und Kandidaten in dem Wahlkreis für die anstehende Bundestagswahl bekannt sind Marc Henrichmann aus Havixbeck von der CDU, Johannes Waldmann aus Ascheberg-Davensberg von der SPD, Dr. Anne-Monika Spallek aus Coesfeld von den Grünen, Rene Arning aus Coesfeld von der FDP und Klaus Stegemann aus Dülmen von den Linken.

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