Greven
A-1-Anschluss für FMO kommt: Jubel und Frust

Donnerstag, 29.12.2011, 06:05 Uhr

Greven . Jubel auf der einen Seite, Kopfschütteln auf der anderen. Gestern wurde dem Kreis Steinfurt der Planfeststellungsbeschluss für den Autobahnanschluss in Hüttrup, der künftigen Kreisstraße 1, zugestellt. Damit kann das neun Millionen Euro teure Projekt jetzt umgesetzt werden. „Wir sind wild entschlossen noch in diesem Jahr den ersten Spatenstich auszuführen, und sei es im gefrorenen Boden“, sagte Landrat Thomas Kubendorff auf WN-Anfrage. Gebaut wird der Autobahnanschluss zwischen den Anschlussstellen Greven und Ladbergen.

„Das ist ein ganz wichtiger Schritt, um den Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) und den Airportpark sowohl ökonomischer, als auch ökologischer an die Autobahn anzubinden“, freute sich auch Flughafen-Sprecher Andrés Heinemann .

Da wird Dr. Michael Kösters-Kraft, Fraktionssprecher der Grevener Grünen, wohl der Bissen im Hals stecken bleiben. Denn sowohl ökonomisch, als auch ökologisch hält er den Autobahnanschluss für völlig überflüssig. „Das ist ein trauriger Tag“, sagte er auf WN-Anfrage. „Das ist ein weiteres Millionengrab, der Anschluss ist absolute unnötig.“ Der FMO verfüge bereits über zwei gute Anschlüsse an die Autobahn. Die ökologischen Eingriffe in die Natur seien nicht ohne. „Und finanziell gesehen wird der Schuldenstand von Land, Kreis und Kommunen nur fahrlässig und völlig unnötig erhöht.“

Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Meibeck sieht das ähnlich. „Der FMO ist gut angebunden, in meinen Augen ist der Anschluss völlig unnötig.“

70 Prozent der Kosten zahlt das Land, den Rest teilen sich Kreis Steinfurt (15 Prozent) sowie FMO und Airportpatk GmbH (je 7,5 Prozent).

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