Greven
„Stiefkind“ soll zum Star werden


Freitag, 28.03.2008, 17:03 Uhr

Reckenfeld . Im An
fang war das Wort, griechisch 
 Logos . So steht’s in der Bibel. 
Am Anfang war das Logo. So 
ist es heute, wenn etwas Neu
es beginnt. Für das Projekt 
„Reckenfeld 2020“ jedenfalls 
soll es ein eigenes Logo geben. 
Damit soll gesichert sein, dass 
die vielen „Baustellen“, die 
dieses Projekt haben wird, in 
der öffentlichen Wahrneh
mung einer Gesamtidee zuge
ordnet werden können.

„Reckenfeld 2020“ – was 
sich hinter diesem Schlagwort 
verbirgt, bekommt jetzt erste 
Konturen. Die Verwaltung hat 
ein 20-Seiten-Heft mit der 
Projektbeschreibung vorge
stellt, das am kommenden 
Dienstag im Reckenfelder Be
zirksausschuss erstmals öf
fentlich beraten werden soll. 
Der Kern des Papiers: In den 
nächsten zwei Jahren soll ein 
Diskussionsprozess in Re
ckenfeld in Gang gesetzt wer
den, bei dem die Bürger, die 
Vereine, andere Institutionen 
und die Verwaltung eine rea
listische und umsetzbare Vor
stellung davon entwickeln, 
wie Reckenfeld im Jahr 2020 
aussehen soll. „Ein weiterer 
Schwerpunkt ist die Stärkung 
des Wir-Gefühls und des Zu
sammenhalt. Hierdurch wird 
ein positives Image auch nach 
außen transportiert, von dem 
der Ortsteil insgesamt pro
fitiert“, heißt es dort. 

Hintergrund von „Recken
feld 2020“ ist, dass sich der 
Ortsteil, in dem fast ein Vier
tel der Grevener wohnen, der 
sich aber als Stiefkind der 
Stadt fühlt, solche Beachtung 
durch zwei Denkzettel-Wah
len erzwungen hat. Seit eini
gen Monaten gibt es nun im 
Rathaus eine Art Stabsstelle 
für Reckenfeld, die Martina 
Vennemeyer innehat. Insge
samt will die Stadt in den 
nächsten drei Jahren 130 000 
Euro für das Projekt Recken
feld freischaufeln. Der Löwen
anteil davon sind allerdings 
Personalkosten, die durch 
Umorganisation in der Ver
waltung aufgefangen werden 
und deshalb nicht neu auf
gebracht werden müssen.


Kern von „Reckenfeld 
2020“ ist die „basisdemokra
tische“ Erarbeitung von Lö
sungen – von der Frage, was 
mit der weiterführenden 
Schule am Ort geschehen soll 
 bis hin zu Themen wie Stra
ßenbegleitgrün. „Es geht vor 
allen Dingen darum, in der 
Kommunikation alte Pfade zu 
verlassen und Neues zu wa
gen“, heißt es in der Projekt
beschreibung. Workshops, Ar
beitsgruppen, Umfragen, In
ternetplattformen, Bürgerver
sammlungen sollen neue For
men der Bürgerbeteiligung er
möglichen. Die Verwaltung, 
die Universitäten Dortmund 
und Münster, Vereine und bei
spielsweise das Greven-Mar
keting sollen Expertenwissen 
beisteuern. Und eine Art 
„Oberaufsicht“ wird der Be
zirksbeirat Reckenfeld haben.

Und der Lohn für all diese 
Mühe? Auch das steht in der 
Projektbeschreibung: „Ziel ist 
es, Strategien und Maßnah
men zu entwickeln, mit denen 
sich die Wohn- und Lebens
qualität der Reckenfelder stei
gern und die Bedingungen für 
den Einzelhandel verbessern 
lassen. Es soll ein Subzentrum 
zu Greven entstehen, das die 
Eigenständigkeit des Ortsteils 
verdeutlicht und die Bedürf
nisse vor Ort befriedigt.“ 


Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/486519?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F699215%2F699263%2F
Die Römer sind auf dem Vormarsch
Angriff!Grimmig gucken können die Freizeit-Legionäre Ralf Koritko, Carsten Kraft und Niels-Benjamin Hahn (v.l.) schon. Wilfried Gerharz Wilfried Gerharz
Nachrichten-Ticker