Greven
„Weil die so cool sind. . .“

Dienstag, 27.12.2011, 02:12 Uhr

Und jetzt Zam! Bam! Bumm-bumm! Bumm-Bumm! Ah!“ Schnaubend dringen die Geräusche aus dem Mikrofon und tönen über die Lautsprecheranlage dröhnend in die Sporthalle. „Der Club, die Jacke, der Kopf, eure Schuhe, die Kette. Ja!“ Der dunkelhäutige junge Mann, der in der Rönnesporthalle auf der Bühne steht, hat feine Schweißperlen auf der Stirn. Kein Wunder, denn schließlich ist das Licht der Scheinwerfer ordentlich warm, und dazu kommt noch, dass der Mann tanzt. Aber genau dafür ist Detlef D! Soost ja auch nach Greven gekommen.

Dank der Kreissparkasse kam der Choreograf, Tänzer und Jurymitglied der Castingsendung Popstars extra vom Dreh aus Ägypten für einen Tanzworkshop nach Greven. „Wir organisieren öfter solche Dinge wie etwa Fahrten zu ,The Dome‘ für unsere jungen Kunden“, sagte Annett Schildwächter, die das Event zusammen mit ihrer Kollegin Eva Averbeck hauptverantwortlich organisierte. „Und weil durch Olympia gerade Sport aktuell ist, wollten wir unsere Kunden auch zum Sport animieren.“

Das Konzept ging auf. 230 Anmeldungen lagen für den Workshop vor. Damit zeigte Schildwächter sich sehr zufrieden.

„Okay, jetzt kommt der nächste Teil. Die Begrüßung.“ D!, wie er auch einfach nur genannt wird, ist voll in seinem Element. Weil die Kids Spaß haben und sich anstrengen, holt auch er alles aus sich raus. Und das macht den jungen Tänzern noch mehr Freude. Mit dabei hat Soost den Sieger der letzten Popstars-Staffel, Shorty, sowie Anne Rod, eine Tänzerin aus seinem Tanzstudio in Bramsche.

Die Bewegungen sind ruckig und kantig, dann wieder fließend, elegant. Auf jeden Fall eines: ziemlich cool. Denn das ist überhaupt das Wichtigste beim HipHop, erklärt Soost den Kindern. „Wir erzählen beim Tanzen eine Geschichte“, betont er immer wieder und schreit dann plötzlich laut: „Sind wir cool?“ „Ja!“, antworten ihm über 200 Stimmen lautstark und ohrenbetäubend kreischend. „Cool!“, findet Soost, dreht sich um die eigene Achse, verdreht die Arme, zwinkert mit den Augen, stampft mit dem Fuß und weiter geht’s. Schließlich muss er am nächsten Tag schon wieder nach Ägypten zurück. Und davor will er den Grevener Jung-Tänzern noch so viel wie möglich bei bringen. Warum? „Weil die so cool sind!“

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