Greven
Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr

Donnerstag, 16.10.2008, 09:10 Uhr

Greven . Er hat bekannte Menschen porträtiert: Albert Schweitzer, Theodor Storm, Martin Luther, Goethe, Strawinski und Adenauer. Letzteren sogar mehrfach. Porträtiert allerdings nicht mit Öl und Leinen, sondern in Metall gegossen. Denn der Künstler Karl Burgeff (1928 - 2005) war einer der bekanntesten Medaillenschneider des 20. Jahrhunderts.

Und er war in Greven kein Unbekannter. Denn des Künstlers Lebensgefährtin war Irmgard Lauscher-Koch. Kein Wunder also, dass sich im Nachlass Burgeffs auch Medaillen seiner Liebsten und ihres Vaters, Dr. Hans Lauscher, finden. Auf Initiative seines Sohnes Rudolf Lauscher findet nun anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Grevener Kunstvereins eine Ausstellung mit Werken von Karl Burgeff statt. „Ich habe das schon immer mal anregen wollen.“

Der in Köln und Weibern tätige Künstler ließ sich jedoch nicht auf die Kunst des Medaillenschneidens reduzieren, sondern war auch anderen künstlerischen Ausdrucksformen zugetan. Auch Zeichnungen und Skulpturen entstanden während seiner langen Schaffensperiode – unter anderem ein ursprünglich für den Dom zu Münster gefertigter Kreuzweg und der Dionysos-Brunnen auf der Kölner Domplatte.

Ausgewählte Skulpturen und Zeichnungen werden bei der Ausstellung im Grevener Kunstturm zu sehen sein. Was genau der Kurator des Burgeff-Nachlasses, Dr. Thomas Hirsch, mit nach Greven bringt, weiß auch Rudolf Lauscher noch nicht genau. Eine sehenswerte Auswahl wird es auf jeden Fall, da ist er sich sicher.

„Wir wollen in diesem Jubiläumsjahr auch Zeichen setzen. Für Greven ist diese Ausstellung eine gute Wahl. Qualitativ sind die Werke ohne Fehl und Tadel. Das zeigt sich auch daran, dass sich selbst große Museen förmlich um den Nachlass gestritten haben“, ist Lauscher voller Erwartung.

Porträts, Landschaften, Architektur, aber auch der griechischen Mythologie entlehnte Szenen hat Burgeff in seinen Bleistift-Zeichnungen umgesetzt. Bei seinen häufigen Besuchen in Greven hat er sich immer wieder von der westfälischen Landschaft inspirieren lassen.

„Er hat immer voll ins Leben gegriffen“, weiß Lauscher, der den Künstler persönlich gut kannte. Seine Arbeiten seien nun auch in zwei sehenswerten Katalogen dokumentiert worden.

Die Ausstellung wird am Samstag, 25. Oktober, um 12 Uhr im Kunstturm eröffnet und ist dort bis zum 23. November zu sehen.

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