Greven
Brenzlige Situation

Montag, 26.12.2011, 03:12 Uhr

Greven - Feuerwehr und Forstamt sind gewarnt - beide nehmen die Waldbrandgefahr sehr ernst. „Wir sind wie üblich gewappnet“, gibt sich Stadtbrandinspektor Josef Hardes jedoch zuversichtlich. Die Feuerwehr wisse, dass für den Kreis und damit auch für Greven die zweithöchste Waldbrandgefährdungsstufe 4 ausgerufen worden sei. Besondere Vorkehren seien jedoch - noch - nicht nötig. „Wir wissen, wo unsere Wasserentnahmestellen sind.“ Für den Fall der Fälle stünden auch wasserführende Löschfahrzeuge bereit - nebst Personal, dass mit solchen Situationen umzugehen weiß.

Sollte jemand im Wald Rauch oder ähnliches beobachten, was nicht genau einzuordnen sei, sollte auf jeden Fall die Feuerwehr alarmiert werden. „Wir kontrollieren das dann“, sagt Hardes. Schließlich gelte es, einen möglichen Flächenbrand möglichst früh einzudämmen. Wobei diese Gefahr in Greven nicht sehr hoch sei, da es an ganz großen zusammenhängenden Waldflächen fehle.

Eine Einschätzung, die Revierförster Theo Lintel-Höping teilt. Was nicht heißt, dass die Gefahr zu unterschätzen sei. Im Gegenteil. „Das Waldbrandrisiko ist zu dieser Jahreszeit immer am höchsten“, weiß der Forstexperte. Dem Waldboden fehle es noch an frischem Grün, das ein Feuer eindämmen könnte. „Im Moment ist der Waldboden jedoch an vielen Stellen sehr trocken.“ Für die Waldbrandgefahr sei nicht so sehr Hitze maßgeblich, sondern anhaltende Trockenheit. Und die habe es in den vergangenen Wochen gegeben. Besonders gefährdet seien Böschungen, die von altem Gras und verwelkten Pflanzen bedeckt seien. Auch Nadelholz sei anfälliger als Laubbäume. Größere zusammenhängende Fichtenbestände gebe es unter anderem in der Gronenburg und in Flughafennähe. Eine Nacht Fiselregen reicht nach Lintel-Höpings Einschätzung nicht aus, um die Brandgefahr einzudämmen. Davon komme zu wenig am Boden an. Erst eine mehrtägige Regen-Periode ließe ihn ruhiger schlafen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Spaziergänger, Jogger oder Ausflügler sind im Wald nicht nötig. Natürlich gelte es, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Lagerfeuer, Grillen und Rauchen verböten sich von selbst. Letzeres sei von März bis Oktober im Wald ohnehin untersagt, weißt der Förster.

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