Greven
Eine neue Tradition am Beach?

Montag, 01.06.2009, 14:06 Uhr

Greven - „Yiiiehhha!“ Der allbekannte Western-Jubel-Schrei hallte am Pfingst-Wochenende so manches Mal durch die Grevener Emsauen. Die lautesten Ausbrüche der Freude gaben sicherlich die hartgesottenen Bluegrass-Fans von sich. Einer unter ihnen jubelte insgeheim lautlos. Ulrich Sokoll , Vater des „Greven Grass“-Festivals, war vollauf zufrieden mit der Premiere des Bluegrass-Festivals am Beach. „Wir haben den Grundstein für ein gelungenes Festival gelegt“, zog der Kopf der Projektgruppe am Ende Bilanz.

Mehr als 1000 Besucher aus der gesamten Region tummelten sich am Wochenende an der Ems. Neben dem harten Kern aus der Bluegrassszene waren es auch viele Genre-Neulinge, die einen musikalischen Abstecher wagten. „Es stieß auf großen Anklang. Die Resonanz war sowohl von Grevenern und anderen Gästen aus der Region als auch von den Fans unfassbar.“ Ulrich Sokoll war mehr als erfreut ob des sensationellen Starts, der die Erwartungen übertraf. Zu den Stoßzeiten an den Abenden lauschten an die 500 Gäste den Klängen der Banjos, Bässe und Fiedeln.

Nach dem Aus des Blue­grass-Festivals in „Neu Süd-En­den“ waren die eingefleischten Fans froh, dass das Festival in Greven weitergeführt wurde. „Die Camper sind von der Atmosphäre begeistert“, gab Sokoll die Meinung der rund 130 Camper, die auf der Wiese am Emsdeich zelteten, wieder. „Der Rahmen ist genau das richtige“, hörte der Macher so manches Mal von seinen Gästen aus Deutschland und den Niederlanden. Nach Vorbild der ur-amerikanischen Festivals übernachteten sie in Zelten, Wohnmobilen und Wohnwagen. Spontane Jamsessions am Lagerfeuer ließen echte Festival-Atmosphäre aufkommen. Dank der guten Organisation wurde der Kurzzeitcampingplatz zum vollen Erfolg.

In den zwei Tagen spielten einige Bands aus Deutschland und internationale Geheimtipps auf der Emsbühne. Zwischendurch öffneten die Organisatoren immer wieder die Bühne für Nachwuchskünstler, die auf der „Open Stage“ ihr Können unter Beweis stellen konnten. Während am Nachmittag das Besucherfeld noch überschaubar war, tasteten sich am Abend immer mehr Gäste an die neue Musikrichtung heran. In der Aula des Gymnasiums Augustinianum trafen all die Musikliebhaber zusammen, die mehr Wert auf den Klang als auf das Miteinander legten. „Ein Experiment“, so Sokoll, das gelang. „Für viele von uns ist es sicherlich noch Neuland“, sprach Schirmherr und Bürgermeister Peter Vennemeyer bei der Eröffnung vielen aus der Seele. Doch so neu die Musik auch war, so schnell stieß sie auf Anklang.

Gerne würden Sokoll und sein Team in der kommenden Beach-Saison Greven wieder zum Mekka der Bluesgrass-Fans machen. Zwar seien die Finanzen „etwas schwierig, doch schreckt es uns nicht ab für die Zukunft zu planen“, gab er sich optimistisch. „Wir wollen es von Jahr zu Jahr vergrößern.“

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