Greven
Streit um 53 Quadratmeter beigelegt

Mittwoch, 10.06.2009, 15:49 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.06.2009, 15:49 Uhr

Greven - Die Wöste lebt - seit dieser Woche merklich mehr. Eine 15-stündige Marathonverhandlung zwischen dem Leiter des städtischen Rechtsamtes Uwe Kunze und BEG-Chef Aloys Wilpsbäumer auf der einen Seite sowie Anwalt und Grundstückseigentümer auf der anderen Seite, die einen Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan angestrengt hatten, brachte den Durchbruch. 53 Quadratmeter vom Grundstück des Fabrikanten Anton Cramer, die für die notwendige Erschließungsstraße der Wöste fehlten, stehen jetzt der Stadt zur Verfügung. „Der Bebauungsplan Wöste ist damit rechtsverbindlich“, informierte Kunze die Mitglieder des Haupt- und Finanausschusses am Dienstagabend. Im Gegenzug kam die Stadt den Bedürfnissen des Königstaßenanliegers entgegen. „Wir werden Lärmschutzmaßnahmen entlang der neuen Erschließungsstraße und der Königsstraße vorziehen,“ erklärte der städtische Jurist gestern auf Nachfrage. Mehrkosten entstünden nicht. „Das sind allesamt Kosten, die ohnehin angefallen wären.“

Die Einigung in der Wösten­erschließung hat Folgen: „Das Umlegungsverfahren kann jetzt zügig umgesetzt werden“, erklärte Kunze weiter. Und die Einigung der gut 90 Grundstückseigentümer vollzieht sich jetzt rascher als erwartet. „Wir haben nahezu mit allen Eigentümern gesprochen“, erklärte Frank Hänel, der für die Stadt das Umlegungsverfahren betreut. Die Resonanz sei durch die Bank positiv gewesen. Hänels Ziel ist klar: Der Verwaltungsmann möchte noch zum Jahresende diesen Entwurf im Konsens beschließen. Würde das nicht funktionieren, könnte ein Umlegungsplan auch mehrheitlich beschlossen werden, rechtliche Widersprüche nicht ausgeschlossen.

Was nach dieser Lösung kommt, ist vor allem eine Frage der Finanzen. „Um Straßen und Kanäle zu bauen, brauchen wir Geld,“ führt Uwe Kunze aus. Geld, das noch nicht im Haushalt ausgewiesen ist. Beträge, die ursprünglich dort verankert waren, sind zurückgezogen worden, weil vor allem die CDU auf eine private Erschließung der Wöste gesetzt hatte. Die Mittel für die Erschließung müssten im kommenden Haushalt neu eingestellt werden. Erst dann können Bagger und Raupen in die Wöste rollen, um den ersten Bauabschnitt westlich der Overmannstraße und südlich des Rönnelaufs in Angriff zu nehmen. Auch hierfür gibt es eien vorsichtiges zeitliches Signal aus dem Bau- und Entsorgungsbetrieb. „Ende 2010 könnte mit der Erschließung der Wöste begonnen werden.“

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