Greven
Tatü-Tata ist abgestellt

Montag, 08.06.2009, 18:06 Uhr

Greven - 40 Jahre haben sie zumeist Frohsinn versprüht. 40 Jahre war das Tatü-Tata ihr Markenzeichen, am Freitagabend haben die verbliebenen Mitglieder der KaDePo ihre Auflösung während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen. „Die Vorstandsposten ließen sich nicht mehr besetzen“, erklärte Klaus Hörstrup , Sitzungspräsident und stellvertretender Vorsitzender, der seine Ämter schon im April zur Verfügung gestellt hatte. Auch Präsident Ulrich Dütsch hatte angekündigt, aus zeitlichen Gründen nicht mehr kandidieren zu wollen. Für sämtliche Ämter konnten keine Nachfolger mehr gefunden werden

Das Sterben des traditionsreichen Karnevalsvereins ging in Raten über die Bühne. Zwei Jahre gelang es Grevens närrischem Polizistenverein nicht mehr den Prinzenthron zu besetzen. „Man stelle sich vor, das gelingt auch beim nächsten Mal nicht“, stimmte auch Ehrenpräsident Willi Wällering am Freitagabend schweren Herzens für die Auflösung.

Wällering war es auch, der den Verein 1969 aus einer närrischen Laune heraus aus der Taufe hob. Vor allem das von ihm gemeinsam mit Karl Wittenstein gegründete Ka-De-Po-Quartett setzte über die Grenzen des eigenen Vereins hinaus Akzente. Musikalisch spitze, textlich witzig und im Vortrag professionell machte das Quartett beste Reklame für den Verein. Doch schon vor dem Karnevalsverein hatte sich das musikalische Aushängeschild aufgelöst. Hier wie dort war Willi Wällering von Anbeginn dabei.

Die Auflösung des Vereins begann bereits auf der Mitgliederversammlung im März. Dort hatte Klaus Hörstrup seine Ämter zur Verfügung gestellt, zugleich aber auch seine Mitgliedschaft gekündigt. Erst als es dem Verein nicht gelang, diese Positionen wieder zu besetzen, zudem Ulrich Dütsch sein Präsidentenamt zur Verfügung stellte, wollte Hörstrup diesen Schritt wieder rückgängig machen. Doch für das Hin und Her hatte eine Vereinsmehrheit kein Verständnis. „Wir sind doch schließlich keine Bananenrepublik,“ bezieht auch Ehrenpräsident Wällering klar Position.

Trotzdem sind es letztlich nicht Querelen, die den Verein in die Kniee zwingen. „Es fehlt der Nachwuchs“, sagt Wällering. Zudem seien zu wenig Mitglieder bereit gewesen, „aktiv in die Räder zu greifen.“ Um den Mitgliederschwund zu stoppen, hatte der Verein bereits vor einigen Jahren seine Türen auch für Nicht-Polizeimitglieder geöffnet. Zum Schluss gehörten noch knapp 50 Mitglieder dem Verein an.

Bei einer ersten außerordentlichen Mitgliederversammlung waren insgesamt zu wenig Mitglieder anwesend, um einen Auflösungsbeschluss mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit zu beschließen. Daraufhin wurde zu einer neuerlichen Versammlung für den Freitagabend eingeladen. „Da wurde die Auflösung beschlossen.“

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