Greven
Neue Chance für die Arkaden

Greven - „Das Ding sterben zu lassen, wäre zu einfach“, sagt Wilfried Roth. Und mit Einfachem gibt er sich nicht zufrieden. Gleiches gilt für seinen Kollegen Ulrich Wellering: „Wir wissen, dass wir da ein heißes Eisen angepackt haben“, räumt dieser ein. Und doch sind beide vom Projekt überzeugt. So überzeugt, dass sie im Auftrag des Architekten-Duos Hillebrand und Welp einen...

Freitag, 09.10.2009, 23:10 Uhr

Greven - „Das Ding sterben zu lassen, wäre zu einfach“, sagt Wilfried Roth . Und mit Einfachem gibt er sich nicht zufrieden. Gleiches gilt für seinen Kollegen Ulrich Wellering : „Wir wissen, dass wir da ein heißes Eisen angepackt haben“, räumt dieser ein. Und doch sind beide vom Projekt überzeugt. So überzeugt, dass sie im Auftrag des Architekten-Duos Hillebrand und Welp einen neuen - wohl letzten - Versuch unternehmen, das Projekt Greven-Arkaden in die Tat umzusetzen.

Am Völkerballkreisel möchten die Architekten gern ein Gewerbeobjekt errichten, in dem Ladenlokale und Büros unterkommen könnten, und zugleich das Parkdeck aufstocken. Bislang scheiterte das Vorhaben am Fehlen potenzieller Nutzer. Eine Galgenfrist bis zum Oktober verstrich, ohne dass der ursprünglich beauftragte Makler Interessenten - insbesondere einen Ankermieter fürs Erdgeschoss - finden konnte.

Nun schicken die Investoren also Roth und Wellering ins Rennen. „Das Ziel ist es, bis zum Frühjahr zu schauen, ob es Interessenten gibt“, umschreibt Roth den Zeitrahmen. Von einer Verlängerung der Galgenfrist möchte er dennoch nicht sprechen. „Der Standort ist top. Auch noch in zwei oder drei Jahren.“ Klar sei jedoch, dass relativ zeitnah etwas passieren müsse, damit der Arkaden-Traum nicht endgültig platze, räumt er ein.

Warum sollte dem heimischen Makler-Duo gelingen, was den Vorgängern nicht glückte? „Bei uns steckt ein bisschen mehr Herzblut drin, weil wir Grevener sind. Und wir kennen die Strukturen vor Ort“, fasst Wellering die aus seiner Sicht schlagenden Argumente zusammen. „Die Arkaden täten der Stadt gut.“

Das Makler-Team will sich aber nicht aufs Zuwarten verlassen. „Wir werden gezielt einige Personen ansprechen, von denen wir meinen, dass sie dafür zu begeistern sind“, sagt Roth.

Die Verkaufsflächen von insgesamt 1200 Quadratmeter könnten individuell aufgeteilt werden. Vorstellbar sei etwa, im hinteren Drittel Platz für Gemeinschaftspraxen zu schaffen, so dass im vorderen Bereich rund 800 Quadratmeter für ein auf Erdgeschoss und erstes Obergeschoss verteiltes Ladenlokal übrig bliebe. Dafür komme auch eine Kooperation von Geschäftsleuten in Frage, die sich die Fläche teilen: etwa ein Küchenstudio und ein Anbieter von Haushaltselektrogeräten. Oder weiße Ware und Computer. An Ideen mangelt es Roth und Wellering nicht.

Für einen Teil des zweiten Obergeschosses müssen die Makler übrigens keinen Mieter mehr suche: Dort wollen Hillebrand und Welp im Erfolgsfall selbst mit ihrem Architekturbüro einziehen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/359825?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F699018%2F699049%2F
Sie setzen alles auf Freundschaft
Am vergangenen Samstag standen Tim Vogt (2.v.l.) und Daniel Alfert (3.v.l.) bereits in Gronau vor den TV-Kameras. Gedreht wurde unter anderem in der Flipper-Lounge sowie in der Turbine (rundes Foto) im Untergeschoss des Rock’n’Popmuseums.
Nachrichten-Ticker