Greven
„Man hat unser Potenzial erkannt“

Mittwoch, 11.11.2009, 23:11 Uhr

Reckenfeld - „Wir haben jetzt einen neuen stabilen Partner, der unser Zukunftspotenzial erkannt hat.“ Glaubt man den Worten der HSE 24- Pressesprecherin Alexandra Brune , dann ist der Verkauf des TV-Shoppingsenders an die französische Beteiligungsgesellschaft Axa Private Equity (die WN berichteten gestern) für die Mitarbeiter im Logistikzentrum in Reckenfeld eine durchweg gute Nachricht. „Wir haben auch erst am Dienstag von dem Vertragsabschluss erfahren und sind sehr froh, dass der Verkauf so zügig über die Bühne gegangen ist“, lautet ihre erste Einschätzung.

Bislang gehörte der Shoppingsender zur Versandhandelsgruppe Primondo - zu der unter anderem auch Quelle gehört - die im Juni dieses Jahres Insolvenz anmelden musste. Es gibt allerdings einen wichtigen Unterschied zum Quelleversand. „Unsere Geschäftsentwicklung ist nach wie vor sehr gut. Wir wachsen weiter. Nicht umsonst wurden wir als die Perle in der Handelsgruppe bezeichnet“, gibt sich Brune selbstbewusst. Das sei wohl auch ein Grund, warum die Berichterstattung über einen bevorstehenden Verkauf sich bislang nicht negativ auf das Geschäft von HSE ausgewirkt habe.

Als Hauptunterschied zum bisherigen Besitzer nennt die Pressesprecherin, dass der neue Eigentümer Axa eine Beteiligungsgellschaft mit privaten Kapitalanlegern sei. „Das heißt, es handelt sich nicht um einen strategischen Partner, der bestimmte Absichten mit dem Kauf verfolgt, sondern schlicht auf unser weiteres Wachstum setzt und sich davon für seine Anteilseigner Gewinn verspricht.“ Daher werde man in Zukunft auch weiterhin unternehmerisch autark agieren können.

Ebenso wie Alexandra Brun geht auch der Pressesprecher der Deutschen Post, Rainer Ernzer, fest davon aus, dass die Zusammenarbeit mit DHL als Logistiker am Standort Reckenfeld künftig fortgesetzt wird. „Der Verkauf des Shoppingsenders hat darauf keine Auswirkungen. Zum einen gibt es bestehende Verträge zwischen HSE 24 und DHL, zum anderen leisten wir dort einen sehr guten Job“, so Rainer Ernzer auf Nachfrage der WN.

Wie die Perspektiven für die Zusammenarbeit von HSE 24 und DHL langfristig aussehen - darüber mag Ernzer hingegen keine Aussagen machen. „Das wäre reine Kaffeesatzleserei. So etwas kann niemand seriös voraussagen.“

» Mehr zum Thema im Online-Auftritt unserer Zeitung.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/548371?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F699018%2F699029%2F
Nachrichten-Ticker