Greven
Achse durch den Ortskern

Freitag, 15.01.2010, 14:01 Uhr

Reckenfeld - Die Brüder Jürgen und Willy Otto , bekannt als engagierte Reckenfeld-Patrioten, werden heute Nachmittag bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Reckenfeld 2020“ in der Walgenbachhalle ein eigenes Konzept für die Gestaltung der Ortsmitte auf einer Fläche von etwa 15 000 Quadratmetern vorstellen. Diesen ersten Vorentwurf haben sie in einer Runde mit örtlichen Architekten abgestimmt und zu Papier gebracht. Die Brüder Otto sind überzeugt: „Gerade zum jetzigen Zeitpunkt haben wir die historische Möglichkeit, in Reckenfeld ein neues örtliches Zentrum mit einem Bürgerhaus zu schaffen - und das kostenneutral.“

Dazu sollen nach Auffassung der Brüder die beiden Gebäude der Hauptschule abgerissen werden, da die Hauptschule ohnehin keine Zukunft mehr habe. Außerdem stehen beiden Gebäude eine zentrale Achse durch den Ort im Weg, die von der Pfarrkirche St. Franziskus nach Norden zu einem künftigen Bürgerhaus in der Nachbarschaft der alten Sporthalle verlaufen soll. Diese Achse, so die Idee, kreuzt die Bahnhofstraße, die bis zur Volksbank verkehrsberuhigt und ohne Bürgersteige einheitlich gepflastert wird. Der Marktplatz bleibt in der jetzigen Form mit dem Pflaster erhalten.

Westlich und östlich der geplanten Achse, die über vier Zugänge zu erreichen ist, ist eine aufgelockerte Wohn- und Geschäftsbebauung mit viel Grün vorgesehen, um den Charakter Reckenfelds als Gartenstadt zu betonen. Jürgen Otto : „Mit diesem Konzept wird auch Einkaufen in Reckenfeld wieder attraktiv, weil sich die Geschäfte in einem verkehrsberuhigten Bereich im Ortskern konzentrieren. Parkmöglichkeiten in der Nähe bestehen weiterhin auf dem Marktplatz, neben der Kirche, bei Schlecker und an der alten Sporthalle.“

Ihr aktueller Vorentwurf zur Ortsmitte hat nach Aussage der Brüder Otto viele Gemeinsamkeiten mit anderen Konzepten, wenn man sie übereinander legt. Dazu gehört auch die Planung des verstorbenen Architekten Jürgen Horne­mann. Der Vorentwurf könnte nach Aussage der Brüder Otto Grundlage für einen Wettbewerb sein, an dem auch die Bürger beteiligt werden. Parallel dazu sollte auch schon Kontakt mit einem Investor aufgenommen werden.

Willy Otto: „Denn nur über einen Investor lässt sich dieses ehrgeizige Projekt realisieren, das wie folgt finanziert werden könnte: Entweder man überlässt dem Investor die Grundstücke und er baut für Reckenfeld ein Bürgerhaus oder die Grundstücke werden veräußert und die Stadt baut aus dem Erlös ein Bürgerhaus.“

Willy und Jürgen Otto können sich für die Neugestaltung der Ortsmitte in dieser Form begeistern, denn für den Ortskern von Reckenfeld würde ihrer Meinung nach eine neue Lebensqualität geschaffen. Zentrum sei das neue Bürgerhaus als ein Ort der Begegnung für Jung und Alt und die Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern. Und sie denken noch weiter. Mit einem Blockheizkraftwerk könnte die neue Ortsmitte beheizt und Strom ins Netz eingespeist werden. Das gleiche gelte für die Photovoltaikanlage auf dem Bürgerhaus. Wichtig ist für Willy und Jürgen Otto, dass bei künftigen Planungen die Reckenfelder Bürger nicht außen vor bleiben. Deshalb haben sie auch in Absprache mit Bürgermeister Peter Vennemeyer die heutige Auftaktveranstaltung zu „Reckenfeld 2020“ gewählt, um ihre Vorstellungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

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