Greven
Niederort: Grünes Licht für Schlüter

Freitag, 19.03.2010, 14:03 Uhr

Greven - Im September würden die Bagger anrücken, schon ab Frühjahr 2011 könnten die Wohnungen und das Ladenlokal genutzt werden. Wenn denn keine weiteren Steine mehr aus dem Weg geräumt werden müssen.

Die bislang von vielen Verzögerungen geprägte Neubauplanung im Niederort ist in der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag einen entscheidenden Schritt voran gekommen. Einstimmig votierten die Kommunalpolitiker für den vom Archtitekturbüro Schlüter vorgelegten Entwurf. Allein der abschließende Ratsbeschluss und ein konkreter Bauantrag stehen noch aus.

Dem einmütigen Beschluss war jedoch eine zwar sachlich, aber durchaus kontrovers geführte Diskussion vorausgegangen. Die entzündete sich insbesondere an einem Baukörper im hinteren Bereich des Areals. Dort sieht der Entwurf statt des bisher vorgesehen durchgehenden Riegels zwei getrennte Gebäude mit Zwischenraum vor. Das wurde auch einhellig begrüßt, da so an eben jener Stelle der Anschluss an die geplante Martini-Passage erleichtert würde. Dass sich der Baukörper am östlichen Rand des Grundstückes jedoch gestalterisch von der restlichen Architektur abhebt, ließ manche stutzen - insbesondere das Zeltdach und die Viergeschossigkeit des Baukörpers.

Jürgen Mußmann ( FDP ) sprach von einer grundsätzlich sehr gelungenen Planung. Insbesondere die Fassade zum Niederort sei „genau so, wie wir uns das gewünscht haben.“ Beim Solitärbauwerk habe er jedoch Bauchschmerzen. Christian Kriegeskotte (SPD) meldete Bedenken wegen der Viergeschossigkeit an. Wolfgang Puke (CDU) findet die Gesamtplanung „ganz gefällig“ und würde „begrüßen, wenn es so umgesetzt würde“. Auch Wolfgang Hoppe (Grüne) ist angetan: „So kann ich es mir vorstellen.“

Für die Stadtverwaltung warb Stadtplaner Christian Jakob um Zustimmung. Die Pläne seien „deutlich attraktiver als das, was bislang dort vorgesehen war“. Hinsichtlich der Bauhöhe orientiere sich der Investor an der Nachbarbebauung. Und ein Solitärbauwerk sei an der vorgesehen Stelle kein Makel, sondern als Abschluss des Ensembles durchaus reizvoll. Zudem müsse man Zugeständnisse an die wirtschaftlichen Erfordernisse eines Investors machen. Der plane insgesamt 27 Wohneinheiten, ein Ladenlokal im Erdgeschoss mit 1200 Quadratmeter Grundfläche und eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen.

Die letztliche Zustimmung nahm Claus Schlüter - interessierter Beobachter der Sitzung - erleichtert auf. „Was wir am wenigsten gebrauchen können, ist eine weitere Verzögerung. Es wird Zeit, dass sich dort etwas tut“, sagte er den WN.

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