Greven
Kaninchenplage auf dem Friedhof: Ein Zaun soll her

Mittwoch, 19.05.2010, 22:05 Uhr

Greven - Georg Schmitz (Name von der Redaktion geändert) ist sauer. „Seit Jahren wird angekündigt, es wird etwas gemacht, aber passiert ist bislang nichts“, sagt er. Das, was ihn ärgert, hat lange Ohren, ein kuscheliges Fell vier Beine und treibt sein Unwesen auf dem Friedhof an der Saerbecker Straße. Auch Christel Lamskemper weiß ein Lied über die Kaninchenplage zu singen. „Das einzige, was die Tiere verschonen, ist der Buchsbaum“, sagte die alte Dame, die auf dem neuen Teil des Friedhofes das Grab ihre Mannes in Ordnung hält. Und das ist - wie gesagt - nicht ganz so einfach. Denn die Tiere fressen alles, was ihnen vor die Schnauze kommt. Und: „Die Kaninchen hatten auf dem Grab schon mal eine Höhle gegraben und ihre Jungen dort aufgezogen“, erzählt sie. Mit einer Gießkanne voll Wasser konnte sie die Jung- und Alt-Tiere schließlich von dem Grab vertreiben.

Friedhofsgärtner Josef Spieker weiß von dem Problem. „Ich werde fast täglich darauf angesprochen.“ Und auch die Zentralrendantur und der Kirchenvorstand sind sich der Problematik bewusst. „Im Herbst haben wir Fallen aufgestellt, das hat aber leider nichts gebracht“, erklärt Theo Lintl-Höping , Mitglied des Kirchenvorstandes. Das, und die Tatsache, dass die Tiere in diesem Jahr besonders gesund sind, sogt dafür, dass die Kaninchenplage so schlimm ist, wie noch nie. „Die fühlen sich pudelwohl und verhalten sich auch wie die Karnickel.“

Und deshalb soll jetzt gehandelt werden. „Wir bauen in der kommenden Woche einen Zaun auf, der den Friedhof von der neben liegenden Wiese und den zur Bundesstraße liegenden tieferen Bereichen abtrennt“, erklärt Lintl-Höping. Denn dort würden sich die Tiere meistens aufhalten und auch ihre Jungen aufziehen.

Außerdem sollen im kommenden Herbst die Kaninchen noch einmal bejagt werden. Wie das genau geschehen soll, darüber sei man sich noch nicht schlüssig. „Auf die Tiere zu schießen, wäre zu gefährlich, aber eine Jagd mit Frettchen und Netzen wäre möglich“, verdeutlicht Lintl-Höping.

Pestizide oder anderes Gift habe man nicht eingesetzt. Das Schild, das auf dem benachbarten Erweiterungsabschnitt des Friedhofes auf Pestizide hinweist, habe mit den Kaninchen nichts zu tun. Was es mit dem Schild auf sich hat, konnte sich so recht niemand erklären.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/182798?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F698843%2F698924%2F
Lagerhalle einer Zimmerei an der K 20 völlig zerstört
Großalarm für die Feuerwehr am Ostersonntag um kurz vor 16 Uhr. Zwei Löschzüge aus Everswinkel und Alverskirchen sowie eine Drehleiter aus Sendenhorst werden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Nachrichten-Ticker