Greven
Geisterjagd bei Kerzenschein

Sonntag, 15.08.2010, 13:08 Uhr

Greven - Ein Riesen-Spaß auch für Erwachsene war die Geisternacht im Mais-Labyrinth. Passenderweise am Freitag, dem Dreizehnten, trieben nach Einbruch der Dämmerung finstere Gestalten zwischen den Pflanzen ihr Unwesen und brachen immer wieder durch den Mais, um den Labyrinth-Besucher bei ihrer Suche nach den Stempelstationen einen Schrecken einzujagen.

So sah zumindest der Plan der landwirtschaftlichen Ortsvereine und von Greven Marketing noch aus, als sich ab 21 Uhr eine lange Schlange vor dem Eingang zum Irrgarten am Emsstrand bildete. Allerdings waren die sechs gruselig geschminkten Gespenster doch stark in der Unterzahl, wie Sven Thiele von Greven Marketing bemerkte. Und zu allem Überfluss machten sich gerade Kinder einen Spaß daraus, den Spieß umzudrehen und in der Dunkelheit auf Geisterjagd zu gehen.

Giftgrün und blutrot leuchtender Kunstnebel umwallte den Eingang, die Flammen in der Feuerschale am Kassenhäuschen dieser Geisterbahn der besonderen Art warfen zuckende Schatten. Zeit für einen letzten Gang zum Toilettenwagen, da brannte das Licht hell. „Ich schicke meine Kinder alleine rein“, verriet eine Mutter und richtete den Blick schon mal auf die Strandbar. „Das wird cool“, war sich ein Junge ganz sicher.

Und das wurde es, zumindest wenn man Simon, Tim und Leon (alle zwölf Jahre alt) fragte. Simons Vater, der die drei Jungs eigentlich begleiten sollte, war unterwegs verloren gegangen, berichtete Leon. Aber das störte die Jungs nicht. „Wir sind Labyrinth-Profis“, behauptete Tim. Schon öfter hätten sie ihren Weg zwischen den bis zu drei Meter hohen Pflanzen gesucht und gefunden - aber an diesem Freitag zum ersten Mal im Dunkeln. „Das Labyrinth ist tagsüber schon gut, aber nachts noch besser“, bescheinigten die Drei der Aktion und verlangten Wiederholung. „Die Geister sind nett“, lobte Simon. Zu nett, vielleicht, denn er und seine beiden Freunde gingen im Schutz der Dunkelheit statt auf Stempel- auf Geisterjagd. Einem klauten sie sogar die Sprühflasche, erzählten sie stolz und verschwanden gleich wieder mit im Schwarzlicht leuchtenden Zähnen hinter dem nächsten Abzweig. Spitze Schreie und überraschtes Lachen wiesen ihnen den Weg zum nächsten Geist.

Andere Besucher gingen das Geisterlabyrinth eher gemächlich an. Gleich auf dem ersten Baumstamm hinter dem Eingang ließen sich zwei Männer nieder und befassten sich im Schein der Teelichter und ihrer Taschenlampen mit dem Mais-Quiz auf ihren Stempelkarten. Die Geisternacht im Maislabyrinth als Nachtwanderung für Erwachsene, wie im Ferienlager - den beiden gefiel die Aktion. „Das habt ihr super hingekriegt“, lobte einer den Licht- und Effekttechniker Matthias Grohe , der im Dunkeln über seine Geräte wachte.

Sehr zufrieden zeigte sich kurz vor Mitternacht Mit-Organisator Sven Thiele. „Das ist das ganz normale Labyrinth, nur zum ersten Mal mit Geistern und im Dunkeln, nichts Aufwendiges. Dass das so gut ankommt, hätte ich nicht gedacht. Ich glaube, hier sind mehr Erwachsene als Kinder drin“, sagte er. Rund 200 Besucher zählte Thiele, bis das Labyrinth zum Beginn der Geisterstunde schloss - Feierabend für die Gespenster.

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