Greven
Finanzen setzen den Rahmen

Donnerstag, 16.12.2010, 23:12 Uhr

Reckenfeld - Die Dokumentation über die Stadtteilkonferenz im Rahmen des Projektes Reckenfeld 2020 liegt nach Auskunft von Projektleiterin Ulrike Penselin jetzt in gedruckter Form vor oder kann unter www.greven.net/Reckenfeld 2020 im Netz herunter geladen werden. Die Dokumentation liegt auch in den örtlichen Geldinstituten aus; darin werden die bisherigen Ergebnisse aus den Projektgruppen vorgestellt.

Zweiter Schwerpunkt der Stadtteilkonferenz, an der rund 60 Bürger teilnahmen, war die Entwicklung der Ortsmitte Reckenfeld. Dort waren die Bürger frühzeitig in die Diskussion über die künftige städtebauliche Entwicklung eingebunden. An Stellwänden präsentiert wurden die verschiedenen Entwicklungsszenarien in der Ortsmitte. Ziel der Stadtteilkonferenz war aber nicht nur der Informationsaustausch und die Diskussion über den aktuellen Stand des Projektes Reckenfeld 2020, sondern auch das Vernetzen und Gewinnen neuer Mitstreiter für die Projektgruppen.

In der Dokumentation der Stadtteilkonferenz wurden erste Ergebnisse aus diesen Gruppen aufgelistet. „Aktiv ums Regenrückhaltebecken“ ist eine Projektgruppe überschrieben. Dort steht die Verbesserung des Freizeitangebotes rund um das Regenrückhaltebecken zur Debatte. Die Gruppe konzentriert sich zunächst auf die Überarbeitung und Beschilderung des historischen Rad-Rundweges in Reckenfeld und die Entwicklung eines Skulpturenparks am Regenrückhaltebecken.

Die Projektgruppe Bürgerhaus beschäftigt sich mit der Frage, ob es möglich ist, im alten Hauptschulgebäude in Trägerschaft eines Bürgervereins oder einer -stiftung ein Bürgerhaus zu betreiben. Damit soll die Identifikation der Reckenfelder mit ihrem Ortsteil gestärkt und Angebote für die Bürger geschaffen werden. Die Gruppe hat bereits Kontakt mit anderen von Bürgervereinen geführten Häusern aufgenommen und sich über deren Erfahrungen informiert.

Beim Projektmanagement für das NRW-Förderprogramm „Initiative ergreifen“ wurde laut Ulrike Penselin bereits eine Projektskizze eingereicht, um eine erste Rückmeldung zur Förderfähigkeit einzuholen. Das Büro in Dortmund bewertet die Vorarbeiten und das Engagement der Projektgruppe Bürgerhaus sowie den breiten Beteiligungsprozess beim Projekt Reckenfeld 2020 positiv, wünscht sich aber, dass im weiteren Prozess das Profil des Konzeptes Bürgerhaus noch detaillierter herausgearbeitet wird. Die Förderchancen im Programm „Initiative ergreifen“ könnten verbessert werden, wenn die beantragte Förderung eng mit anderen Stadterneuerungsprozessen verbunden ist. Vorteilhaft ist nach Aussage von Ulrike Penselin in diesem Zusammenhang der vom Bezirksausschuss gefasste Beschluss zur Aufstellung eines Integrierten Handlungskonzeptes für die Entwicklung der Ortsmitte. Das war ein weiterer Schwerpunkt der Stadtteilkonferenz. Stadtplaner Klaus Dieter Kotz-Lörper präsentierte dazu verschiedene Planentwürfe, die in die Diskussion eingebracht wurden.

Wie geht es weiter? Als Grundlage für weitere Entscheidungen ist es laut Ulrike Penselin jetzt erforderlich, den Zeitplan für das Integrierte Handlungskonzept und die Anträge auf Städtebaufördermittel zu erarbeiten. Mit der Bezirksregierung wird Kontakt aufgenommen, um die Förderchancen auszuloten. Innerhalb der Verwaltung werden fachgebietsübergreifend alle Aspekte für eine künftige Entwicklung der Ortsmitte zusammen getragen, bearbeitete und aufeinander abgestimmt. Dabei sollen auch die Bürger beteiligt werden. Ulrike Penselin: „Ich bin optimistisch, dass wir zu einem Konzept für die Ortsmitte kommen werden, der Handlungsspielraum hängt jedoch im wesentlichen von den Finanzen ab.“

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