Greven
Ortsmitte ausgeklammert

Freitag, 25.02.2011, 20:02 Uhr

Reckenfeld - Eine neue Perspektive bietet sich nach dem Abriss der alten Bäckerei und des Cafés Schulz. Vom Kreisverkehr ist der Blick jetzt frei auf die Rückseite der alten Hauptschule. Auf der Freifläche soll einmal ein Wohn- und Geschäftshaus gebaut werden - der Einstieg in die Neugestaltung des Reckenfelder Ortskerns. Wie geht es dort weiter? Still geworden ist es nach der letzten Stadtteilkonferenz im September um das Projekt Reckenfeld 2020, die Schuldiskussion in der Stadt steht im Moment im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Doch laut Ulrich Penselin, Projektleiterin von Reckenfeld 2020, wird eher unbemerkt von der Öffentlichkeit im Rathaus weiter intensiv am Projekt gearbeitet. Penselin: „Wir fahren wie bisher das Projekt Reckenfeld 2020 zweigleisig. In den Arbeitsgruppen engagieren sich die Bürger, in der Verwaltung arbeiten wir derzeit an der Vorbereitung für das integrierte Handlungskonzept, das in etwa mit dem Konzept eines Ortsentwicklungsplans vergleichbar ist und vor allem die planerischen Überlegungen einbezieht. Das Handlungskonzept ist Grundlage, um überhaupt Städtebauförderungsmittel beantragen zu können.“

Alle Mitarbeiter der Verwaltung, die mit Reckenfeld zu tun haben, trafen sich bereits Mitte Januar zu einem Workshop, um für ihren Fachbereich die Fakten zur aktuellen Situation des Ortsteils und den Handlungsbedarf zusammen zu tragen. Die Ergebnisse werden von Ulrike Penselin aufgearbeitet und bis zu den Sommerferien vorgestellt. Penselin: „Ausgeklammert wird dabei die Ortsmitte , bis geklärt ist, ob die Gebäude der alten Hauptschule weiter für eine schulische Nutzung in Frage kommen oder nicht. Zu überlegen ist, wie die Ortsmitte künftig mit oder ohne Schule strukturiert wird. Ein erster Schritt in diese Richtung ist sicherlich das neue Wohn- und Geschäftshaus auf dem Grundstück des ehemaligen Café Schulz.“

Dazu Bürgermeister Vennemeyer: „Auch wenn die Verwaltung keine Möglichkeit für einen künftigen Schulstandort in der Ortsmitte sieht, wollen wir dem Ergebnis des Schulentwicklungsprozesses nicht vorgreifen. Solange diese Diskussion nicht abgeschlossen ist, packen wir das Thema Ortsmitte nicht an.“

Auch die Reckenfelder Geschäftsleute sollen in die Diskussion um das integrierte Handlungskonzept eingebunden werden. Ulrike Penselin plant für Anfang Mai eine Veranstaltung mit den Einzelhändlern, in der unter anderem geklärt werden soll, ob und wie sich der Einzelhandel organisieren kann.

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