Greven
Alter Radweg neu aufgelegt

Donnerstag, 21.04.2011, 16:04 Uhr

Reckenfeld - Die Arbeitsgruppe fand sich bei der Reckenfelder Stadtteilkonferenz im September 2009. Damals hatte sie sich die Verbesserung der Freizeitangebote rund um das Regenrückhaltebecken auf die Fahnen geschrieben. Im Gespräch waren damals ein Wanderweg, eine Joggingstrecke, eine Finnenbahn, ein Skulpturenpark, eine Parkanlage, ein Barfußpark und eine Schlittschuhbahn im Winter. Ein anspruchsvolles Programm, doch was ist daraus geworden?

Aus der damaligen Gruppe um Ansprechpartner Olaf Wirl sind Manfred Rech, Hiltrud Wege, Frank Hartmann, Agnes Spiekermann, Ferdinand Mehl und Herbert Runde zusammen geblieben und haben etwas auf die Beine gestellt: die Neuauflage eines Rad- und Rundwanderweges durch die vier Wohngebiete Reckenfelds.

Denn die Idee ist nicht neu. Zum 75-jährigen Bestehen der Siedlung Reckenfeld hatte das Stadtarchiv Greven unter dem Motto „Spurensuche durch Reckenfeld“ eine historische Fahrradtour aufgelegt, die neugierig darauf machen sollte, sich der Geschichte zu nähern. Die Tour führte durch die vier Blöcke, die durch Gleise verbunden waren, die vom Bahnhof Reckenfeld entlang der Bahnhofstraße in die Depots führten. Die Straßenführung in Reckenfeld ist zum größten Teil identisch mit dem Verlauf der 30 Kilometer langen Gleisanlagen im ehemaligen Munitionsdepot.

Olaf Wirl: „Die Neuauflage des historischen Rad- und Wanderwegs mit einer Länge von 8,7 Kilometern ist inzwischen schon weit gediehen. Wir haben eine Route durch die vier Wohngebiete ausgearbeitet, die der historischen Tour sehr nahe kommt. Ein Faltblatt mit der Route und Informationen zu den 13 Stationen liegt auch schon vor, muss aber noch überarbeitet werden.“

Start und Ziel der Tour durch Reckenfeld ist das Regenrückhaltebecken, wo noch eine große Informationstafel aufgestellt wird. Von dort geht es zu einem Originalschuppen in der Lennestraße, wo derzeit die Reckenfelder Tafel untergebracht ist. Station 2 ist ebenfalls ein Schuppen in der Lennestraße, der zu einem Wohnhaus umgebaut ist. Weiter geht es zu einem 30 Meter langen Schuppen im Drosselweg, aus dem 1926 ein Musterhaus wurde. In der Adlerstraße steht noch das alte Transformatorenhaus für den Block D, der von einem Teil der heutigen Grundschule aus verwaltet wurde. Auf der Kreuzung Moorweg/Grevener Landstraße steht heute die Skulptur mit den stilisierten Blöcken. Auf dem Friedhof sind noch die Gräber polnischer Kinder zu sehen.

Über den Grevener Heimatverein werden an den Stationen Schilder mit Kurzinformationen angebracht. Herbert Runde: „Das alles kostet Geld, deshalb werden wir bei der Westfalenstiftung Fördermittel beantragen. Ist das Projekt abgeschlossen, können Einheimische und Auswärtige per Rad oder zu Fuß einen Abriss der Historie Reckenfelds für sich entdecken.“

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