Greven
Lyrisch und geistreich

Sonntag, 03.04.2011, 15:04 Uhr

Gimbte - Hermann Löns war ein Lebemann, der gerne Schnaps genoss. Dies kommt auch in einigen seiner zahlreichen Gedichte zum Ausdruck. Was passt da nicht besser, als auf seine Gedichte mit einem solchen alkoholischen Getränk anzustoßen? Dies - und mehr - machten die Teilnehmer des lyrischen Picknicks am Freitagnachmittag in den Bockholter Bergen.

Der Naturschutzbund ( NABU ) und der Grevener Heimatverein hatten die Aktion ins Leben gerufen. Herbert Runde vom Heimatverein sagt: „Wir haben gemerkt, dass es schöne Schnittmengen zwischen unseren Tätigkeiten gibt.“ Andreas Boltig vom NABU fügte hinzu: „Wir möchten gemeinsam Natur sowie Kultur erhalten.“

Durch das lyrische Picknick, das nach der Idee von Ulrike Wellinge vom NABU zum ersten Mal stattfand, wollten beide Vereine eine gemeinsame Veranstaltungsreihe starten, die dieses Ziel erreichen soll.

Zum Beginn fanden sich rund 30 Heimatinteressierte bei leicht trübem Wetter im Wald ein. Während einer etwa ein Kilometer langen Wanderung durch die Heidelandschaft erzählten Andreas Boltig und Norbert Menke Wissenswertes zu Flora und Fauna in dem Naturschutzgebiet und stellten gleichzeitig die Arbeit des Naturschutzbundes vor. Im letzten Jahr packten alle viel mit an, um die Heide zu erhalten. Außerdem wurde eine neue Wegeführung mit speziellen Schutzzäunen für die dort weidenden Schafe sowie ein unauffälliges Soundsystem installiert.

Da die Veranstaltung zu der „Natur-Genuss-Route“ des Naturschutzbundes gehört, durfte selbstverständlich auch der Genuss nicht zu kurz kommen: Nach dem Rundgang goutierte jeder mit Vergnügen die regionalen Köstlichkeiten. „Wir haben hier zum Beispiel eine Wurst von den sogenannten Heckenrindern, die wir vor Ort halten“, erläutert Boltig.

Die Mitglieder des Heimatvereins trugen dann einige Gedichte von Hermann Löns vor. Der auf einem Gedenkstein in den Bockholter Bergen verewigte, 1866 geborene Natur- und Heimatdichter verbrachte während seines Studiums „viel Zeit in Gimbte beim Jagen, Schreiben und Trinken“, erläuterte Herbert Runde lächelnd.

Die lyrischen Texte des Heidedichters brachten so Manchen am Freitagnachmittag zum Lachen und sorgten für eine lockere Stimmung.

Die Kooperation mit dem NABU wird schon am 16. April mit einer circa 24 Kilometer langen Radtour fortgesetzt. In Zukunft möchten Runde und Boltig jedoch auch buchbare Programme für interessierte Gruppen, wie zum Beispiel Schulklassen, anbieten.

„Wir möchten allen die Heimat etwas näher bringen und hoffen, dass diese Veranstaltung heute dazu beigetragen hat“, bedankte sich Herbert Runde vom Heimatverein abschließend bei Teilnehmern, Organisatoren und Gästen.

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