Greven
Botschaften aus dem Aquarium

Dienstag, 10.05.2011, 18:05 Uhr

Greven - Dass ihm nun eine Woche lang - vor allem nachmittags - die Sonne auf den Pelz scheint, damit mus er klarkommen. Wird er schon schaffen. Auch wenn der wandelnde Augustinus , der seit Montag zu Besuch in der WN-Redaktion ist, als sensible Persönlichkeit angekündigt worden war.

Die Augustinus-Büste ist derzeit auf „Tournee“. 27 Stationen stehen auf der langen Reiseroute. Auch Ladbergen , Saerbeck und Nordwalde wird er besuchen und dort zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Leben, Denken und Schaffen des Namensgebers des Augustinus einladen.

Als sich WN-Redaktionsleiter Ulrich Reske beim Eintreffen des kopflosen Torsos erkundigte, welche Art der Pflege man dem philosophischen Unikum angedeihen lassen sollte, bekam er zu Antwort: „Strom, sonst nichts.“ Dr. Ute Hessling-Zeinen von der Schulpflegschaft des Gymnasiums hatte neben diesem profan wirkenden, in der Praxis aber sehr wirksamen Tipp noch eine Speicherkarte im Gepäck. Mit der fütterte sie den integrierten Mediaplayer.

Denn an jeder Station zeigt der bäuchlings angebrachte Bildschirm einen eigens ausgewählten Sinnspruch. Während seines Gastspiels in der WN-Redaktion gibt er Betrachtern mit auf den Weg: „Ohne Liebe sind wir uns selbst zur Last, durch die Liebe tragen wir einander.“ Und wofür stehen die weißen, reinen, leichten Federn, die den Augustinus als Requisit der Woche ergänzen? Symbolisieren sie die Wahrheit oder doch eher die Liebe? Schon ist man mittendrin im philosophischen Diskurs.

Genau das bezweckt der wandelnde Augustinus. Das Kunstprojekt rund um den Namensgeber des örtlichen Gymnasiums will im Jubiläumsjahr der Bildungseinrichtung Augustinus ins Bewusstsein „seiner“ Stadt rücken. „Er hatte wirklich was zu sagen. Man kann ihm allerdings nicht in allem zustimmen“ , sagt Dr. Ute Hessling-Zeinen. In seiner Zwiespältigkeit sei er wiederum sehr menschlich.

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