Greven
WN-Leser favorisieren Ausbaupläne

Mittwoch, 21.09.2011, 17:09 Uhr

Greven - Die Wellen schlagen hoch - auf jeden Fall motiviert die Sanierung des Hallenbads viele Grevener, sich an der WN-Abstimmung über die Zukunft des Hallenbads zu beteiligen. Bis gestern waren es rund 700 Menschen, die ihre Stimme für den geplanten Umbau, gegen entsprechende Maßnahmen oder gar für eine komplette Schließung des Hallenbades ausgesprochen haben.

Die Fraktion, die sich für eine Komplettschließung des Hallenbades ausspricht, ist zwar in der Unterzahl, gleichwohl aber deutlich über FDP-Niveau. 170 Menschen wollen, dass durch eine Bad-Schließung die Stadt mindestens 854 000 Euro einspart. Das ist der Betrag, mit dem die Bäder-Gesellschaft im Jahr 2009 das Hallenbad subventionierte. Knapp 24 Prozent sprechen sich damit für die Radikal-Lösung aus.

Alles soll bleiben wie es ist - diese, nach Auffassung von Stadtwerke-Geschäftsführerin Andrea Lüke „schlechteste Lösung“ würden rund 220 Menschen unterstützen. Sie nähmen bei dieser Status-quo-Lösung in Kauf, dass die marode Rutsche über kurz oder lang demontiert werden müsste. Schlecht ist die Lösung für die Stadtwerke-Geschäftsführerin deshalb, weil zur Verhinderung eines noch höheren Defizits „weniger Leistung höhere Eintrittspreise“ nach sich ziehen haben würde. Trotzdem bevorzugen 31 Prozent der WN-Voter diese Lösung.

Die große Mehrheit allerdings spricht sich für die von den Stadtwerken als Demografie-Lösung bevorzugte Variante aus. 320 Menschen und damit über 45 Prozent wollen, dass die Rutsche erneuert, das Springerbecken geschlossen und eine Saunenlandschaft angeboten wird. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke favorisiert diese Lösung, weil sie nach Berechnungen des Unternehmensberatungsbüros Altenburg trotz der kalkulierten Investition von 1,2 Millionen Euro jährlich 30 000 bis 40 000 Euro Einsparungen bringen soll.

Auch die Stadtwerke werben weiter für diese Alternative. „Gespräche mit interessierten Gruppen, Vereinen, Verbänden sind terminiert“, sagt Andrea Lüke auf Nachfrage. Ab Anfang Oktober sollen die Pläne für die Hallenbad-Sanierung zudem öffentlich im Hallenbad präsentiert werden.

Und auch die Politikdebatte ist bereits terminiert. Im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss steht am 5. Oktober das Hallenbad auf der Tagesordnung. Bürger dürfen im Ausschuss zwar nicht mitreden. Zuhören allerdings ist erwünscht.

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