Fördermittel reichen nicht
Ortsmitte: Stadt will Einzelhändler auch finanziell einbinden

Reckenfeld -

Das Projekt Reckenfeld 2020 startet in die letzte Phase: Bis zu den Sommerferien soll ein „Integriertes Handlungskonzept“ (IHk) für die Ortsmitte mit den Bürgern erarbeitet und von den politischen Gremien verabschiedet werden.

Freitag, 10.02.2012, 17:02 Uhr

Die ersten Schritte auf diesem Weg sind vollbracht: Carsten Lang vom Stadtplanungsbüro „WoltersPartner“ stellte bei der ersten Sitzung des so genannten „Lenkungskreises“ am Dienstag dieser Woche eine städtebauliche Bestandsaufnahme und Analyse der Ortsmitte vor. „Mit fachlich geschultem Blick von außen bewertete das Büro die Aspekte Nutzungsstruktur, Verkehr, Grün und Stadtbild. Darauf aufbauend wurden Vorschläge für Entwicklungsziele vorgetragen“, heißt es in einer Presseinfo der Stadt. Wichtig bei der Sitzung des Lenkungskreises war es zunächst, einen Konsens über die grobe Richtung und die Rahmenbedingungen für die weiteren Diskussionen herzustellen und das Verfahren zur Beteiligung der Bürger zu verabreden. „Dieses Ergebnis wurde in konstruktiven Diskussionen erreicht“, zeigte sich Lang zufrieden. Für etwas Aufregung sorgte in der Sitzung die Tatsache, dass Verwaltung, Politik und Bürger sich auch dann nicht zurücklehnen können, falls die angestrebte Förderung bewilligt werden sollte: Denn nicht nur bei der Erarbeitung von integrierten Handlungskonzepten , auch bei der anschließenden Realisierung der Maßnahmen ist das Engagement aller Akteure durch finanzielle Eigenanteile gefragt. Die Städtebauförderung des Landes für die Innenstadt Grevens beläuft sich auf maximal 70 Prozent der Kosten. Zehn Prozent muss die Stadt Greven aufbringen. Die restlichen 20 Prozent müssen von den Akteuren vor Ort beigesteuert werden. „Auch wenn die Reckenfelder schon vieles mit beeindruckendem Engagement aus eigener Kraft auf die Beine gestellt haben – etwa die Finanzierung der Kreiselskulptur – ist für eine Umgestaltung und Aufwertung der Ortsmitte ein Engagement der Einzelhändler unverzichtbar“, appellierte Bürgermeister Peter Vennemeyer (SPD) an die Einzelhändler. Als nächster Schritt sind Bürger zur Teilnahme an einer „Planungswerkstatt“ am Freitag, 2. März, von 19 bis 22 Uhr im Deutschen Haus eingeladen. Hier geht es vor allem um die zukünftige Gestaltung des Marktplatzes und der Bahnhofstraße: Wie kann die Aufenthaltsqualität des Marktplatzes optimiert werden? Wie können die Geschäfte nördlich der Bahnhofstraße einbezogen werden? Gibt es Möglichkeiten, Fußgängern und Radfahrern mehr Raum zu geben? In die Diskussion dieser Fragen werden auch private Planungsvorschläge, etwa der Entwurf des Architekten Frank Sabrowski, einbezogen. Aus organisatorischen Gründen ist eine Teilnahme an der Planungswerkstatt nur mit Anmeldung bis zum 24. Februar möglich. Das geht mit Anmeldeformularen aus den ausliegenden Faltblättern oder unter www.greven.net/ortsmitte-reckenfeld. Fragen zur Planungswerkstatt beantwortet Projektleiterin Ulrike Penselin, ' 0 25 71 / 92 02 58, oder E-Mail an ulrike.penselin@stadt-greven.de.

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