Ortsmitte: Kritik an fehlender Mitwirkung der Geschäftsleute
Händler zeigen die kalte Schulter

Reckenfeld -

Mehr Grün, weniger Autos, höhere Aufenthaltsqualität: Geht es nach den Teilnehmern des Lenkungskreises, ist die Marschrichtung für die Gestaltung der Ortsmitte Reckenfeld klar absehbar. Doch mit welchen Mitteln man den Ortskern aufpeppen kann und welche Wege beschritten werden müssen, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, das muss im Detail noch geklärt werden.

Montag, 20.02.2012, 22:02 Uhr

Ortsmitte: Kritik an fehlender Mitwirkung der Geschäftsleute : Händler zeigen die kalte Schulter
Die Ortsmitte Reckenfeld soll aufgepeppt werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg zu gehen. Foto: res

Immerhin: Beim ersten Treffen des Lenkungskreises gab es viele Ideen und Anregungen – und offensichtlich auch viele interessierte Reckenfelder, die an der Gestaltung ihrer Ortsmitte mitwirken wollen. Die Einzelhändler jedoch zählen (noch) nicht dazu: „Die fehlende Beteiligung der Geschäftsleute im Lenkungskreis wird kritisch angemerkt“, heißt es im Protokoll der Sitzung. „Auch die Verwaltung bedauert es ausdrücklich, dass es bislang kein erkennbares Interesse seitens der Geschäftsleute am Entwicklungsprozess gebe. Die bislang von der Verwaltung angebotenen Gespräche seien leider auf kein nennenswertes Interesse gestoßen“, wurde am Abend schriftlich festgehalten. Die Verwaltung und die Grevener Werbegemeinschaft (GWG), die Johann-Christoph Ottenjann als Vertreter entsandte, würden es „ausdrücklich begrüßen, wenn die Geschäftsleute in Reckenfeld einen Sprecher benennen, der ihre Interessen im Lenkungskreis vertritt. Die Teilnehmer des Lenkungskreises sind daher dazu aufgefordert, ihre vorhandenen Kontakte zu nutzen, um interessierte Geschäftsleute für die Teilnahme an der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes zu gewinnen“, heißt es weiter im Protokoll. Das scheint auch deshalb ein wichtiges Ziel zu sein, weil privates (finanzielles) Engagement notwendig ist. Um diese finanziellen Mittel generieren zu können, müsse „bei den entsprechenden Personen Begeisterung für die einzelnen Projekte geweckt werden“. Und welche Nutzungen sollen künftig in der Ortsmitte möglich sein? Einzelhandel, klar. Aber nicht nur: Auch Dienstleistungs- und Gastronomieangebote sollen eine wichtige Rolle spielen. Und offenbar auch das Wohnen im Zentrum. Der demographische Trend solle nicht akzeptiert, sondern gestoppt werden. Hiefür müssten ausreichende Angebote für junge Familien geschaffen werden. Der Walgenbach soll als gestalterisches Element berücksichtigt werden, der Durchgangsverkehr nach Möglichkeit reduziert werden.  ► Eine Planungswerkstatt findet am Freitag, 2. März, statt.

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