„ReBüVe“ macht sich für ein Bürgerhaus stark
Anker für die neue Ortsmitte

Reckenfeld -

Gerade mal ein Jahr ist er alt, der Reckenfelder Bürgerverein („ReBüVe“). Und obwohl man mit rund 30 Mitgliedern keine Bäume ausreißen kann, bindet sich der Neuling der Reckenfelder Vereinsszene gleich zwei potenzielle Großprojekte ans Bein. Nicht nur den ehemaligen Munitionsschuppen in der Lennestraße will der Verein in Eigenregie nutzbar machen (WN berichteten), auch auf das frühere Schulgebäude in der Ortsmitte hat der Verein ein Auge geworfen. Dort soll nach den Vorstellungen der Vereinsmitglieder ein Bürgerhaus entstehen. Im Vergleich sicher das Projekt mit noch größerer Tragweite – und noch mehr Arbeit.

Mittwoch, 08.02.2012, 23:02 Uhr

„ReBüVe“ macht sich für ein Bürgerhaus stark : Anker für die neue Ortsmitte
Der alte Gebäudeteil der früheren Hauptschule ist den Reckenfeldern ans Herz gewachsen, weiß Klaus-Dieter Niepel. Foto: oh

Mit einem Flyer, der im Ort verteilt wurde, wirbt der ReBüVe um Unterstützung. „Wir müssen da noch intensiv dran arbeiten“, weiß der erste Vorsitzende Klaus-Dieter Niepel . „Wir müssen die Reckenfelder auf unsere Seite bringen“, sagt er und meint: Sie für die Idee gewinnen, sie zur Mitarbeit „anstiften“ und sie zum Zahlen des „ReBüVe“-Mitgliedsbeitrages motivieren. Nach ersten Gesprächen sind Niepel und seine Mitstreiter sicher, dass es genug potenzielle Nutzer für ein Bürgerhaus gibt. Die Musikschule und die VHS hat der Verein dabei ebenso im Sinn wie Kurs-Angebote von Vereinen und anderen Trägern. Tanz- und Musik-Gruppen könnten dort proben, Bürgerservice, Jugendarbeit, Polizei und weitere Nutzer ein festes Zuhause finden. Sollte der Plan aufgehen, so die Hoffnung, stiftet dies Identifikation mit dem ehemaligen Schulgebäude, was wiederum den Zusammenhalt und das Bürgerengagement fördert. „Wir Reckenfelder schaffen das“, ist der Slogan, mit dem der ReBüVe Werbung fürs Mitmachen macht. „Wir erhoffen uns eine ganze Menge Zuspruch. Wir haben ja bislang kein öffentliches Gebäude in der Form“, sagt Niepel. Man habe sich bewusst bis zum Ende der Schuldiskussion zurückgehalten, um eine eventuelle schulische Nutzung des Gebäudes nicht zu blockieren. Doch nun, da eine solche Option offensichtlich vom Tisch sei, wolle man sich verstärkt für die Bürgerhaus-Idee einsetzen, verdeutlichte Niepel. Und das ganz bewusst überparteilich: Neben Niepel (SPD) engagiert sich unter anderem auch Klaus Schwenken (CDU) im ReBüVe. „Die Reckenfelder Parteien kriegen wir schon auf unsere Seite“, sagt Niepel schmunzelnd. Bliebe „nur“ noch die Politik in Greven . . . Bei der Konzeptionierung konzentriert sich der Verein auf das alte Gebäudeteil, „weil das den Reckenfeldern ans Herz gewachsen ist. Das ist der Mittelpunkt Reckenfelds. Da soll das Leben stattfinden“, hat Niepel klare Vorstellungen. Ein Bürgerhaus auf der grünen Wiese könne diese Funktion nicht übernehmen. Eine Belebung des Schulgebäudes hingegen habe auch für die umliegenden Geschäftsleute in der Ortsmitte einen Wert. Um ein Bürgerhaus kostendeckend betreiben zu können, sei man auch darauf angewiesen, Teilbereiche zu vermieten. Zur Finanzierung der einmalig anfallenden Kosten für Sanierung und Umbau sollen Investoren und Spender beitragen. Die angedachte Wohnbebauung im Umfeld der Hauptschule sei kein Hindernis für die Bürgerhaus-Idee. Im Gegenteil: Niepel kann sich gut vorstellen, dass ein belebtes Bürgerhaus eine Art Anker für die neue Ortsmitte sein kann – der Punkt, an dem sich die mögliche neue Nachbarbebauung ausrichten könnte. Diese Idee wolle man auch in den Lenkungskreis einbringen, der sich der Gestaltung der Ortsmitte annimmt, sagt Niepel.

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