„Eine Moschee am Marktplatz“
Planungswerkstatt im Rahmen des Projektes Reckenfeld 2020

Reckenfeld -

Nein, nein, so weit wird es wohl nicht kommen, es war nur das Wunschdenken einiger Jugendlicher mit Migrationshintergrund, die im Zusammenhang mit dem Projekt „Reckenfeld 2020“ zur Tagung der Planungswerkstatt eingeladen waren. In einer erfrischenden Art brachten die jungen Menschen ihre Wünsche zu Papier und erläuterten ihre Vorstellungen unbekümmert und erheiternd, was die erwachsenen Teilnehmer der Tagung zu einem spontanen Applaus animierte.

Sonntag, 04.03.2012, 15:03 Uhr

„Eine Moschee am Marktplatz“ : Planungswerkstatt im Rahmen des Projektes Reckenfeld 2020
In kleinen Gruppen eingeteilt hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Wünsche zu äußern und mögliche Verbesserungen aufzuzeigen. Foto: rbö

Zur Bestandsaufnahme und Analyse der aktuellen Situation bezüglich Nutzen, Verkehrssituation, Grün und Stadtbild, sowie zu Entwicklungszielen, hatte die Stadtverwaltung erneut zu einer Tagung eingeladen. Im Mittelpunkt des von Ulrike Penselin initiierten Projektes stand die Erarbeitung von Planungsvarianten des Büros Wolters Partner, dessen Mitarbeiter Lang zunächst mit einer Dokumentation den Ist-Zustand der Ortsmitte und mögliche Varianten aufzeigte. In der Folge hatten die in kleinen Gruppen eingeteilten Teilnehmer die Möglichkeit, Wünsche zu äußern und mögliche Verbesserungen aufzuzeigen. Diese bezogen sich nicht nur auf den vor einigen Jahren gestalteten Dorfplatz, sondern auch auf den angrenzenden Kirchplatz und auf das nördlich gelegene Terrain mit dem Schulgelände, sowie dessen Vorplatz und dem dahinter liegenden Gelände. Bei der Analyse der Vorschläge stand erwartungsgemäß das Gebäude der einstmals katholischen und zuletzt städtischen Hauptschule im Vordergrund. Dabei reichten die Wünsche vom Erhalt des ältesten, am 12. Oktober 1933 eingeweihten Gebäudes bis zum Gebäudeteil mit der Aula. Andere plädierten wegen der enormen Sanierungskosten für deren Abriss und den Erhalt des Neubaus. Nahezu alle Teilnehmer verbanden die Nutzung der erwähnten Gebäude mit der Errichtung eines Bürgerhauses für alle Bevölkerungsschichten. Weitere Kernthemen waren die Verknüpfung des Dorfplatzes mit dem andersweitig genutzten Schulgelände und der geplanten Umnutzung der ehemaligen Bäckerei Schulz als Geschäftszeile und einer verkehrsberuhigten Zone der, die Stelle noch beeinträchtigen Bahnhofstraße . Recht zufrieden zeigte sich das Gros der Teilnehmer mit der Ausstattung des Dorfplatzes, wenngleich auch hier Verbesserungen angemeldet wurden. Diese bezogen sich auf eine umfassendere Begrünung und vergrößerte Außengastronomie, um den Wohlfühlbereich zu stärken. Kritisch betrachtet wurde der Mangel an größeren Freiräumen für die Jugend und das Fehlen von Textilgeschäften für alle Altersgruppen. In bisheriger Ermanglung einer Kontaktperson zur Betreuung und Bündelung bestehender Geschäftspartner und der Werbung kommerzieller Interessenten, hat Erwin Reichhardt , Inhaber der Küchenwerkstatt, diese Aufgabe übernommen.

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