Bürgerhaus-Traum droht zu platzen
Es fehlt an Unterstützern und Geld / Bürgerverein sieht seine Chancen schwinden

Reckenfeld -

Der Traum vom Bürgerhaus im alten Schulgebäude – er droht zu platzen. „Wir sind ein bisschen in der Bredouille und machen uns Gedanken, ob das Projekt realisierbar ist“, räumt Klaus-Dieter Niepel ein. Wenn er „wir“ sagt, meint er den Reckenfelder Bürgerverein, dessen Vorsitzender Niepel ist. Rund 300 Mitglieder habe man angestrebt, um gemeinsam das Projekt Bürgerhaus stemmen zu können. „Wir arbeiten uns an die 50 ran“, verdeutlicht Niepel. Und genau dort liegt das Problem: zu wenig Zuspruch, zu wenig Helfer und Mitglieder, zu wenig Sponsoren. „Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber es sieht nicht rosig aus. Wir zweifeln ganz stark, ob wir das als junger Verein gestemmt kriegen.“

Donnerstag, 24.05.2012, 23:05 Uhr

Bürgerhaus-Traum droht zu platzen : Es fehlt an Unterstützern und Geld / Bürgerverein sieht seine Chancen schwinden
Der Schul-Altbau in der Reckenfelder Ortsmitte sollte dauerhaft mit neuem Leben gefüllt werden. Doch der Traum vom Bürgerhaus lässt sich offensichtlich nur schwer umsetzen. Foto: oh

Insgesamt müsse der Verein konstatieren, dass der Gedanke eines Bürgerhauses im Schul-Altbau offenbar schwieriger umzusetzen sei, als ursprünglich gedacht. „Wir waren sehr optimistisch gestartet“, sagt Niepel . Inzwischen wich die Hoffnung aber einer Ernüchterung angesichts der mangelnden Unterstützung aus der Reckenfelder Bevölkerung. „Uns schwimmen die Felle weg. Wir sind in Not.“ Eine Anschubfinanzierung, die das Projekt auf den Weg bringen könne, sei „vielleicht noch möglich“, sieht Niepel durchaus Chancen. Doch die langfristige Finanzierung der laufenden Fixkosten könnte sich als Stolperstein erweisen, der das ganze Projekt zu Fall bringen könnte. „Wir sehen im Moment keine Chance und machen uns Sorgen, ob wir es hinkriegen“, redet Niepel Klartext. „Von der Stadt werden wir keine Hilfe bekommen“, fasst Niepel ein Gespräch mit der Verwaltung zusammen, das in dieser Woche stattgefunden hat. Klar sei somit, dass der Bürgerverein die finanzielle Last allein zu tragen habe – was offensichtlich nur schwerlich gelingen wird. Um es dennoch packen zu können, sei eine deutlich breitere Unterstützung der Reckenfelder Bürger oder eines potenten Sponsors vonnöten. „Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen“, hegt Niepel noch ein Fünkchen Hoffnung. Doch klar sei auch, dass der Bürgerverein durch das Fortschreiten des integrierten Handlungskonzeptes unter Zeitdruck geraten sei. Insofern werde rasch eine Entscheidung darüber fallen müssen, ob man an den Plänen für den Schul-Altbau festhalte oder nicht. Sollte das Vorhaben scheitern, ist der Traum vom Bürgerhaus damit noch nicht gänzlich vom Tisch. Laut Niepel seien er und seine Vereins-Mitstreiter auch bereit, „etwas anderes als Bürgerhaus zu nutzen“. Und da auch in Sachen Ortsmitte noch längst nicht alles entschieden sei, sehe er durchaus Chancen, das Schulgebäude in einigen Jahren nochmals in den Blick zu nehmen und einen neuen Anlauf zu wagen – wenn die Schule zu diesem Zeitpunkt denn noch stehen sollte.

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