Erstmals digital in Full HD
Wilsberg in „Grevens Dschungel“: ZDF dreht neue Krimi-Folge am Yachthafen

Greven -

„Achtung. Alle auf Anfang. Ton ab und Ruhe bitte.“ Im Minutentakt jagen die Regieanweisungen von Dominic Müller am Montag über die kleine Campingwiese am dicht begrünten Deich der Kanalüberquerung (KÜ). Dort drehte die Filmproduktion Eyeworks Germany GmbH vier Szenen für die neue „Wilsberg“-Folge „Treuetest“.

Dienstag, 15.05.2012, 13:59 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 15.05.2012, 11:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 15.05.2012, 13:59 Uhr
Erstmals digital in Full HD : Wilsberg in „Grevens Dschungel“: ZDF dreht neue Krimi-Folge am Yachthafen
„Ganz schön grün hier“: „Wilsberg“-Schauspieler Leonard Lansink (links) fühlte sich sichtlich wohl in Fuestrup. Kollege Max Hopp („Mordverdächtiger“) kam direkt vom FMO zum Dreh zwischen Yachthafen und KÜ. Foto: Peter Sauer

Rund zwölf Stunden braucht das 30-köpfige Filmteam dafür, das mit drei Trucks, sechs Bullis, einigen PKW und eigenem Kantinencaravan aus Köln angereist ist. Im fertigen 90-Minüter (Ausstrahlung im Herbst im ZDF) werden es dann fünf Minuten sein. Denn einfach so drauflosdrehen ist nicht. Jeder Schritt muss sitzen, auch in der freien Natur am Kanal, die „ Wilsberg“-Darsteller Leonard Lansink schelmisch als „Grevens grüne Hölle“ bezeichnet.

Denn immer wieder auf Neue muss der beliebte Schauspieler im dichten Unterholz von seinem Rad steigen und auf Schauspielkollegen Max Hopp zugehen, der als Mordverdächtiger an einer extra angelegten Feuerstelle kompromittierende Fotos verbrennt. Mal ist der kurzbehoste Kameramann Stefan Schuh („Kamera für „Schuh des Manitu“) zu schnell auf den ausgelegten Schienen, mal ist ein Ast im Weg, den Lichttechniker Kim mit einem Seil provisorisch umhängt, mal gehen Lansink oder Hopp zu schnell, mal hakt der Text, oder Zaungäste stören, die im Laufe des Tages rund um die nicht abgesperrten Drehort zunehmen.

Die Zeit bis zur nächsten Klappe gönnt sich Lansink ein paar Zigarettenzüge. Ein Rasenmäher von Weitem ist zum Glück nicht zu laut für den Ton. Grüne und orange Linien zeigen den Schauspielern genau an, wo sie für die Großaufnahmen stehen müssen. Regisseur Müller setzt auch auf „Pick Ups“, dreht manche Szene von der Mitte an noch mal, da ihm nur der erste Teil gefiel. Die Schauspieler werden öfters nachgeschminkt, denn der Wind ist scharf und die Sonne wärmer als erwartet. Kein Problem ist das starke Gegenlicht. „Wir drehen mit der neuen Kamera Arri Alexa“, schwärmt Regisseur Müller, „Die kann alles austricksen.“

Ohnehin findet in Fuestrup eine Premiere statt. „Wir drehen den ersten ‚Wilsberg‘-Film digital in Full HD“, sagt Müller nicht ohne Stolz. Den Text lernt Leonard Lansink immer einen Tag vorher: „Dann kommt er glaubwürdiger rüber.“ In der Tat, der kauzige Privatdetektiv Wilsberg kommt ihm sehr authentisch über die Lippen.

Auch, als am Nachmittag in einem echten Grevener Wohnwagen gedreht wird. Der stammt von Uwe Zillmer und ist der Filmproduktion „direkt ins Auge gesprungen“, auch weil er so schön im Grünen steht. Nur innen drin musste Filmausstatter Ruben leichte Veränderungen vornehmen, um Platz zum Drehen zu haben. Setaufnahmeleiter Colin Bennett ist zur Mittagspause am Hangar im Yachtclub zufrieden, und Leonard Lansink ergänzt: „Es ist schön dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen.“

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