Infoabend zum Ausbau der Straßen in Block D
Von Konsens keine Spur

Reckenfeld -

Gut, dass für die Bürgerversammlung zum Thema „Straßenausbau im Block D“ die Walgenbach-Sporthalle gewählt wurde. Es kamen über 350 der dortigen Bewohner – und die hätte das Deutsche Haus nicht geschafft. Nahezu dreieinhalb Stunden rangen Verwaltung, Mitarbeiter des Planungsbüros BPR und die BI mit den Anliegern um einen Konsens, der aber weder beim Ausbau der Straßen und auch bei der gewünschten Linienführung der Busse zustande kam, „da“, so der Sprecher der BI, Schortemeyer „seitens der Verwaltung viel zu wenig auf unsere Wünsche eingegangen wurde.“

Donnerstag, 31.05.2012, 14:05 Uhr

Infoabend zum Ausbau der Straßen in Block D : Von Konsens keine Spur
350 Anwohner aus dem Block D nahmen die Gelegenheit wahr, sich über die Ausbaupläne zu informieren. Dabei gab es auch deutliche Kritik am Verwaltungsvorgehen. Foto: rbö

Dem hielten Bürgermeister Peter Vennemeyer und Aloys Wilpsbäumer die zeitlichen Auflistung der Gespräche mit der BI entgegen, „aber“, so der Letztgenannte, „alle Wünsche konnten wir, vom Pflaster einmal abgesehen, auch nicht erfüllen, wir können nicht alles blind übernehmen.“ Disharmonien gab es auch bei der Linienführung der Busse, vor allem bei der Einbindung des Sandweges in das entsprechende Verkehrsnetz. Hier wurde von Anwohnern auf die Benutzung des Weges als Spielstraße hingewiesen, „aber“, so Bürgermeister Vennemeyer, „wir werden dieses, auch für uns wichtige Thema, noch einmal ausführlich behandeln.“ Die Bürgerversammlung schien ein Spiegelbild der Bedeutung zu sein, die die Verwaltung dem Treffen beimaß. Neben Peter Vennemeyer und Aloys Wilpsbäumer nahmen auch Elisabeth Beinker, zuständig für die Veranlagung der Anliegerbeiträge, Werner Röers vom Straßenbau und Dietmar Beinker von der BEG an der Versammlung teil. Elisabeth Beinker informierte in sachlicher Form über Aufteilung der Anliegerkosten und Zeitpunkt der Veranlagungen. Für viele interessant war dabei der Durchschnitt der anfallenden Anliegerkosten, die sie mit 10,50 Euro je Quadratmeter bezifferte. Zum Vergleich: Im Block C waren es zwischen 7,62 und 14,85 Euro. Die Anwesenheit von Dietmar Beinker war insofern wichtig, weil er als Fachmann und Kenner des Reckenfelder Kanalsystems gilt. Bei diesen Ausführungen wurden die Anwesenden ungewollt über einen „Parforceritt“ des ehemaligen Wasserverbandes informiert, der Anfang der 60er Jahre mit dem Problem des Abwassers aus dem Block D konfrontiert wurde. Durch den Einfluss des Bauern Bernhard Lenfort auf seine Berufskollegen konnten seit nunmehr über 50 Jahren 70 Prozent der Niederschläge zum Max-Klemens-Kanal abgeführt werden. Künftig wird der Walgenbach auch das Oberflächenwasser aus D aufnehmen. Ein wichtiger Punkt war für viele Teilnehmer der Versammlung natürlich die auf sie zukommenden Kosten. Diese wurden bei den Angaben geteilt. So kostet der Bau der neuen Kanalisation 3,55 Millionen Euro und beim Straßenbau werden nach Angaben der Verwaltung mit 4,15 Millionen Euro gerechnet. Der Zeitplan sieht in diesem Jahr erste Arbeiten an der Adlerstraße vor und endet 2017 mit dem Gebiet der Heimstätte.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/805728?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F698703%2F738956%2F
Nachrichten-Ticker