Sportplätze sollen umziehen
Ortsmitte: SCR-Areal wird in Umgestaltung einbezogen / Antrag auf Städtebauförderung verschoben

Reckenfeld -

Die Ortsmitte wird ihr Gesicht verändern – das schließt auch das Sportareal des SCR ein. Dies ist spätestens seit der Sitzung des Bezirksausschusses am Montagabend klar. Wann die Umgestaltung starten wird, steht aber noch in den Sternen. Aus dem geplanten Antrag auf Städtebaufördermittel wird in diesem Jahr jedenfalls nichts mehr.

Dienstag, 26.06.2012, 16:06 Uhr

Sportplätze sollen umziehen : Ortsmitte: SCR-Areal wird in Umgestaltung einbezogen / Antrag auf Städtebauförderung verschoben
Noch stehen die Plätze zur Verfügung. Doch in absehbarer Zeit soll der SCR sein Domizil in der Ortsmitte aufgeben und in eine neues Sportzentrum am Ortsrand umziehen. Foto: oh

Auch dies hat mit den Flächen des SCR zu tun, die nach einhelliger Meinung zwingend in das so genannte Stadtumbaugebiet aufgenommen werden müssen – gemeint ist damit die Fläche, die in die Umgestaltung der Ortsmitte einbezogen werden soll. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Ausschuss auf Empfehlung der Stadtverwaltung einstimmig. Das Problem, das daraus erwächst: Um Städtebaufördermittel beantragen zu können, muss ein schlüssiges Konzept her, das unter anderem den Bedarf aufzeigen muss, auf einer 4,3 Hektar großen Fläche (davon rund 3,5 Hektar Sportareal ) Wohnbebauung anzusiedeln. „4,3 Hektar sind keine Peanuts. Das ist schon ein richtiges Pfund“, sagt Stadtplaner Christian Jakob . „Da haben wir richtig was zu tun.“ Deshalb werde man die Beantragung von Städtebaufördermitteln in diesem Jahr nicht hinbekommen. Die Bezirksregierung habe in einem Gespräch sehr deutlich signalisiert, dass ein Antrag ein sinnvolles Konzept für das SCR-Areal umfassen müsse, um Aussicht auf Erfolg zu haben. „Wir müssen belegen, dass diese Wohnflächen gebraucht werden. Das war die erste Frage, die uns gestellt wurde: Wie sieht die Bevölkerungsprognose für Reckenfeld aus?“ Andreas Hajek (CDU) bekannte denn auch: „Meine große Sorge ist: Wir kriegen die 4,3 Hektar nicht voll und dadurch stirbt das ganze Projekt.“ Jakob gab sich dennoch optimistisch: Die Chance im nächsten Jahr mit einem fundierten Antrag Erfolg zu haben, sei um ein Vielfaches höher als jetzt im Hauruckverfahren einen allenfalls oberflächlichen Antrag einzureichen. Dies gleiche dem Versuch, „mit ein bisschen Plaste den Wagen über den TÜV zu bringen“. Ernst Reiling („Reckenfeld direkt“) bemängelte: „Das hätte man eher merken können. Ich bin überrascht, mit welchen Mitteln die Verwaltung versucht, uns von ihrem Versagen abzulenken.“ Man habe die Verwaltung „mit dem Nasenring dahin ziehen müssen“, das SCR-Gelände einzubeziehen. Nun, da dies endlich geschehe, werde das als Grund für eine Verzögerung des Verfahrens angeführt. Der SCR ist bereit, die Ortsmitte zu räumen und würde gern in ein neues Sportzentrum am Wittler Damm umziehen. Verwaltung und Politik sind offenkundig gewillt, dem SCR dies auch zu ermöglichen. Doch die Konditionen sind noch ungeklärt. Sicher ist laut Bürgermeister Vennemeyer, das man eventuelle Einnahmen aus der Vermarktung der Flächen in der Ortsmitte nicht 1:1 in neue Sportplätze umleiten kann. Und auch der Beitrag, den der SCR zu leisten bereit ist, müsse noch besprochen werden. „Der SCR muss sich nun erklären“, sagt Vennemeyer. Das Büro „Wolters Partner“ schlägt einen städtebaulichen Wettbewerb vor, um so zu einem Entwurf zu gelangen, der alle baulichen und gestalterischen Erfordernisse der Ortsmitte berücksichtigt. Die Kosten schätzt das Planungsbüro auf rund 100 000 Euro. Ein Teil davon könne auf die später anfallenden Honorare angerechnet werden. Nach der Sommerpause will die Verwaltung nun einen Zeitplan vorlegen, wann und wie es in der Ortsmitte weitergehen soll. Die Politik gab dafür grünes Licht.

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