Neue Verbundleiterinnen stellen sich vor
Zwei Frauenfür die Kindergärten

Greven -

Wenn am 11. November die katholische Kirchengemeinden St. Lukas und St. Martinus fusionieren, dann gehören zur großen neuen Gemeinde sieben Kindergärten. Und die machen viel Verwaltungsarbeit, erklärt Pfarrer Klaus Lunemann. „Das Bistum hat sich überlegt: Wie kann ein Pfarrer das allein hinbekommen?“ Die Antwort sind in Greven Barbara Tröster und Sonja Schubert. Sie arbeiten seit dem 1. September als Verbundleitungen der Kindergärten.

Dienstag, 11.09.2012, 17:09 Uhr

Neue Verbundleiterinnen stellen sich vor : Zwei Frauenfür die Kindergärten
Ihr Büro im Pfarrhaus von St. Lukas haben Sonja Schubert (links) und Barbara Tröster schon bezogen. Von hier aus wollen sie Kontakte knüpfen und eine Vertrauensbasis schaffen. Foto: bam

Die beiden Frauen haben ihr gemeinsames Büro im Pfarrhaus von St. Lukas bezogen. „Die Chemie stimmt“, sagt Barbara Tröster . „Wir haben uns bewusst für einen gemeinsamen Schreibtisch entschieden.“ Neben diesem Doppel-Arbeitsplatz steht ein großer Konferenztisch mit vielen Stühlen. Er zeigt deutlich: Die beiden wollen reden, Vertrauen schaffen, Netzwerke knüpfen. Sonja Schubert ist für die Kindergärten St. Josef, St. Franziskus und St. Raphael zuständig, also die noch zur Lukas-Gemeinde gehören. Zuletzt arbeitete sie im Katholischen Kindergarten St. Anna in Davensberg als Leiterin der Einrichtung. Die 40-Jährige hat einen Sohn und lebt in Münster. Die 53-jährige Barbara Tröster verantwortet die Kindergärten St. Martinus , St. Vinzenz, St. Johannes und Mariä Himmelfahrt und war zuletzt als Leiterin des St.-Josef-Kindergartens in Münster-Gelmer tätig. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Die direkte Arbeit mit Kindern habe sie „immerhin 33 Jahre gehabt und genossen“, sagt Barbara Tröster. „Im ersten Jahr war die Abnabelung schmerzlich.“ Aber jetzt gehe es darum, Erfahrungen weiterzugehen und gemeinsam mit den Kindergartenleiterinnen einen neuen Weg zu gehen. „Ich begegne gerade sehr vielen freundlichen Menschen“, sagt Sonja Schubert über ihr erstes Kennenlernen in den Teams der sieben Kitas. „Viele sind auch skeptisch, die Einrichtungsleitungen haben natürlich Sorge um ihre Position.“ Denn die Kita-Leiterinnen müssen auch Aufgaben abgeben. Sonja Schubert beruhigt: „Wir möchten am Anfang nicht gravierend alles verändern, sondern erst einmal schauen, was da ist.“ Eine Vision für ihre gemeinsame Arbeit haben die beiden Pädagoginnen schon vor Augen: „Sieben Kitas in einer Kirchengemeinde, die sich gegenseitig unterstützen und entsprechend ihren Talenten und Neigungen Schwerpunkte herausbilden“, sagt Barbara Tröster. Vorstellbar sei da viel – und noch lange nichts entschieden. Ob es in der Kirchengemeinde in Zukunft einen Bewegungskindergarten, Umweltkindergarten oder Gesundheitskindergarten gibt, das entscheiden die sieben Kindergärten selbst.

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