„Crashandoh“ in Reckenfeld
Iren aus dem Pott begeistern Westfalen

Reckenfeld -

Die Folkband „Crashandoh“ hat in Reckenfeld mittlerweile Heimspiel – ihr Konzert war ausverkauft.

Sonntag, 04.11.2012, 12:11 Uhr

„Crashandoh“ in Reckenfeld : Iren aus dem Pott begeistern Westfalen
Westfälische Zurückhaltung? Nicht wenn „Crashandoh“ spilen! Foto: sba

Wenn irische Folk-Klassiker wie „Whiskey in the jar“, „ Molly Malone “ oder „Dirty old town“ durch das evangelische Gemeindehaus wummern, dann ist allen klar: Es ist wieder Folknacht mit „ Crashandoh “. Am Freitag war die Band um Frontmann Rainer Zinke, Ralf Weihrauch , Wolfgang Hammelmann und Jonas Liesenfeld bereits im zehnten Jahr in Folge zu Gast in Reckenfeld . Während Nörgler sagen könnten, das sei jedes Jahr das Gleiche und langsam langweilig, können echte Fans entgegenhalten: „Crashandoh“ begeistert jedes Mal aufs Neue das Publikum. Letztere sind eindeutig in der Überzahl – schließlich war die diesjährige Ausgabe der Folknacht ausverkauft. Und die Kohlenpott-Folker aus Herten im Ruhrgebiet gewohnt gut aufgelegt. Die Atmosphäre ist dabei fast schon familiär, kein Wunder, dass die Band selbst mittlerweile von einem „Heimspiel“ in Reckenfeld spricht.

Das Konzert brauchte keine lange Anlaufzeit, schnell waren die Zuschauer bei Gassenhauern wie dem Lied vom „Rambler“, dem Wanderer aus Manchester, in Schunkelstimmung. Bei der traurigen Ballade von „Molly Malone“ wurden die Feuerzeuge herausgeholt, bei schmissigen Volksliedern ausgelassen getanzt. Ein facettenreiches Repertoire, gut drei Stunden kurzweilige Unterhaltung. Die absoluten Höhepunkte kommen natürlich am Ende: Wenn nämlich Ralf Weihrauch mit seinem Akkordeon und Jonas Liesenfeld mit der Fiddle, der irischen Version der Geige, von der Bühne hinab ins Publikum steigen und dort mit ein Tänzchen beginnen, dann steppt der Bär im Saal. Und auch beim abschließenden Ritual, der Ruhrpott-Hymne „Glück auf, der Steiger kommt“, die von „Crashandoh“ in einer Folk-Variation dargeboten wird, gibt’s kein Halten mehr – zumal die ehrenamtlichen Mitarbeiter der evangelischen Gemeinde vorher lecker Guiness serviert haben . . .

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