Kurt Eiterig ist am Samstag zu sehen
Mit Wilsberg vor der Kamera

Reckenfeld -

„Na gut, vielleicht ist das etwas hoch gegriffen, aber es ist schon eine andere Welt. Man lernt Menschen kennen mit anderer Berufsauffassung, mit anderem Niveau, man sprengt die eigenen Fesseln. Der Tagesablauf ändert sich, man lernt Menschen mit einem anderen Gesichtskreis kennen und man freut sich auf die neue Aufgabe“, sagt der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Reckenfeld wohnende Kurt Eiterig.

Donnerstag, 24.01.2013, 19:01 Uhr

Wilsberg vor „seinem“ Antiquariat: Kurt Eiterig (kleines Bild) war als Komparse bei den Dreharbeiten für die neue Folge dabei. Hier ist er im Kostüm des „Aristide Bruant“ zu sehen.
Wilsberg vor „seinem“ Antiquariat: Kurt Eiterig (kleines Bild) war als Komparse bei den Dreharbeiten für die neue Folge dabei. Hier ist er im Kostüm des „Aristide Bruant“ zu sehen. Foto: ohw

„Na gut, vielleicht ist das etwas hoch gegriffen, aber es ist schon eine andere Welt. Man lernt Menschen kennen mit anderer Berufsauffassung , mit anderem Niveau, man sprengt die eigenen Fesseln. Der Tagesablauf ändert sich, man lernt Menschen mit einem anderen Gesichtskreis kennen und man freut sich auf die neue Aufgabe“, sagt der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Reckenfeld wohnende Kurt Eiterig.

Kurt Eiterig aus Reckenfeld wirkte schon in vielen Produktionen auf der Freilichtbühne Tecklenburg mit.

Kurt Eiterig aus Reckenfeld wirkte schon in vielen Produktionen auf der Freilichtbühne Tecklenburg mit.

Er leitete über einen langen Zeitraum die Filiale der Volksbank Emsdetten und war Mitglied der RE-KA-GE. Dort agierte er als Elferratsmitglied und stand in der Bütt. Vielleicht hat das im Unterbewusstsein sein heutiges, künstlerisches Leben geprägt. Am kommenden Samstag ist Kurt Eiterig durch die Vermittlung der Agentur Eick, Ennepetal, um 20.15 Uhr als Komparse im ZDF-Film Wilsberg „Die Entführung“ zu sehen.

„Die Einbindung in das Ensemble und die dazu gehörenden Proben haben mir unwahrscheinlich viel Freude gemacht“, erzählt Kurt Eiterig. Hier habe er bis aufs Detail die Produktion eines Fernsehfilms erleben können. Schon der Zeitaufwand für die etwa drei Minuten dauernde Filmszene sei beeindruckend. Die Arbeit dazu dauerte von 8 bis 17 Uhr. In dieser Zeit sei 20 Mal dieselbe Szene geprobt worden. „Mal war das Spiel der Akteure nicht gut, dann war der Lichteinfall nicht korrekt oder die Kulissen passten nicht zur Szene. So geht das über vier Wochen. An jedem Tag werden etwa drei Minuten Film produziert, das ergibt einen etwa 90 Minuten langen Streifen“, berichtet Eiterig

Fasziniert war der Reckenfelder auch von der Zusammenarbeit mit den Hauptdarstellern. „Es war harmonisch und abwechslungsreich.“ In der Szene „Maskenball“ der Kripo Münster im dortigen Schloss ist Kurt Eiterig im Kostüm des „ Aristide Bruant “ zu sehen, im Capemantel mit langem roten Schal und breitkrempigen, schwarzen Hut.

Das zweite „künstlerische Standbein“ des Reckenfelders ist die schon fast 20 Jahre währende Zugehörigkeit zur Freilichtbühne Tecklenburg. „Hier“, so Kurt Eiterig, „habe ich seit 1996 in 15 Musicals und Operetten als Chorsänger und Darsteller mitgewirkt. Dabei waren für mich „Der Zigeunerbaron“, „Les Miserables“, „3 Musketiere“ mit meinem Soloauftritt als Waffenschmied, „Marie Antoinette“ mit der tollen Inszenierung und der Superbesetzung und „Mozart“, absolut beeindruckende Darbietungen.“ Gleich dreimal wurde der Tecklenburger Bühne dafür der Dacapo Award verliehen. „Aus dieser Zeit datiert auch meine Freundschaft mit Chris Murray, einem der bedeutenden Künstler.“

Um auch das Niveau anderer Bühnen kennen zu lernen, unternahm Kurt Eiterig im Jahre 2005 einen Abstecher zum Stadttheater Münster. Hier gehörte er im „Lohengrin“, „Leben des Galilei“ und „Winterliche Impressionen“ im Rahmen der Reihe „Theater Mobil“ zum Ensemble. „Aber ich erkannte schon bald, dass die Gesamtbelastung für mich zu groß wurde und mir das Niveau der Tecklenburger Bühne doch mehr zusagt. Ich habe es nicht bereut.“

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