Schilgen und Cramer verschmelzen / Produktion wird nach Greven verlagert
Das fünfte Standbein

Greven/Emsdetten -

Den Namen Schilgen gibt es nicht mehr, denn das Unternehmen wurde, wie auch die Firma Anton Cramer in Greven, von der Setex-Textil-GmbH aus Dingden gekauft und zieht Mitte diesen Jahres nach Greven an den Emsdeich um. Dann werden beide Firmen unter dem Namen „Cramer Textil GmbH“ firmieren.

Samstag, 05.01.2013, 07:01 Uhr

In den Hallen der Firma Cramer ist noch Platz. Dorthin wird demnächst die Produktion der Firma Schilgen verlagert.
In den Hallen der Firma Cramer ist noch Platz. Dorthin wird demnächst die Produktion der Firma Schilgen verlagert. Foto: Peter Beckmann

Der Name Schilgen ist weit über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannt. Schließlich hat das Textil-Unternehmen mit Sitz in Emsdetten die Stoffe produziert, mit denen der Künstler Christo zum Beispiel den Reichstag in Berlin verhüllte. Den Namen Schilgen gibt es aber nicht mehr. Denn das Unternehmen wurde, wie auch die Firma Anton Cramer in Greven , von der Setex-Textil-GmbH aus Dingden gekauft und zieht Mitte diesen Jahres nach Greven an den Emsdeich um. Dann werden beide Firmen unter dem Namen „Cramer Textil GmbH“ firmieren.

„Wir wollen die Firma Cramer natürlich langfristig am Leben halten und mit der Verschmelzung der beiden Unternehmen Cramer und Schilgen die Zukunftsperspektiven des Unternehmens weiter ausbauen“, sagt Konrad Schröer , Geschäftsführer der Setex-Textil-GmbH, auf WN-Anfrage. Für Cramer sei die Firma Schilgen so etwas wie das fünfte Standbein. Und deshalb blicke er auch sehr optimistisch in die Zukunft.

Wie der Umzug der Firma Schilgen von Emsdetten nach Greven genau ablaufe, sei noch nicht ganz klar. „Wir hoffen, dass wir die Maschinen in den bestehenden Hallen bei Cramer unterbringen können, eventuell müssen wir aber auch anbauen“, sagte Schröer. Platz gibt es bei Cramer noch in Reserve. Schließlich haben dort einmal 550 Menschen gearbeitet, heute sind es noch 170. Die 30 Mitarbeiter der Firma Schilgen werden übernommen und können in Greven weiter arbeiten.

„Der Verkauf des Unternehmens war eine Entscheidung der Geschäftsführer, hatte aber keine finanziellen Hintergründe“, betonte Schröer. Das Unternehmen sei immer mehr geschrumpft und zum Schluss wohl zu klein gewesen, um auf Dauer selbstständig überleben zu können. Im November habe man den Kontakt mit der Geschäftsführung aufgenommen, drei Wochen später sei der Verkauf des Unternehmens in trockenen Tüchern gewesen. Seit dem 2. Januar hat die Setex-Gruppe die Geschäftsaktivitäten der Firma übernommen.

Die Produktionshalle, in der Schilgen in Emsdetten an der Grenze zu Greven produziert, ist nur angemietet. „Der Vertrag läuft Ende Juni aus, bis dahin muss der Umzug über die Bühne gegangen sein“, sagte Schröer.

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