Soccerhalle in Reckenfeld?
„Das wäre ein Zugpferd“

Reckenfeld -

Eine Soccerhalle für den SCR - das hätte was, findet nicht nur der Sportverein selbst. Die Fraktion „Reckenfeld direkt“ macht sich dafür stark, dass aus der Idee Realität wird. Dafür soll die alte Turnhalle in der Ortsmitte dem Erdboden gleich gemacht werden.

Freitag, 25.01.2013, 17:01 Uhr

Ernst Reiling (links), Rolf Grieskamp und ihr Lego-Modell: Sie machen sich dafür stark, die Sporthalle in der Ortsmitte zugunsten einer neue Soccerhalle aufzugeben.
Ernst Reiling (links), Rolf Grieskamp und ihr Lego-Modell: Sie machen sich dafür stark, die Sporthalle in der Ortsmitte zugunsten einer neue Soccerhalle aufzugeben. Foto: oh

Die Idee einer Soccerhalle – sie ist nicht neu. Aber sie ist bislang nicht über das Stadium der Gedankenspielerei hinausgekommen. Nun will „ Reckenfeld direkt“ dem Bemühen des SCR politischen Rückenwind geben – und Geld in die Hand nehmen.

Bislang ist geplant, die Sportplätze in der Ortsmitte aufzugeben (und am Wittlerdamm Ersatz zu schaffen), und die alte Turnhalle in der Ortsmitte zu erhalten. Rund 120 000 Euro für eine neue Heizung und weitere 245 000 Euro für die Sanierung sollen nach Informationen von Ernst Reiling investiert werden, um die Halle fit für die Zukunft zu machen. Eine Zukunft, die auch die Nutzung durch das Reckenfelder Blasorchester und andere Gruppen einschließt.

Doch dieses Geld sei besser investiert, wenn man die Halle aufgibt und am Wittlerdamm neu baut, sind Fraktionschef Reiling und Mitstreiter Rolf Grieskamp überzeugt. „Man muss überlegen, ob das zukunftsträchtig ist, eine Halle aus den 60er Jahren zu erhalten“, sagt Reiling. „Wenn es blöd läuft, wird das Geld dort versenkt und ist weg“, befürchtet Grieskamp. Er empfiehlt nach einer Besichtigung etwas launisch, nicht von Sanierung, sondern eher von „Restaurierung“ zu sprechen.

Das Ziel: ein Schul-, Sport- und Freizeitzentrum am Wittlerdamm. Dort hat der SCR bereits einen Nebenplatz. Der Umzug dorthin scheint bereits ausgemachte Sache. „Das ist auch gut so“, sagt SCR-Vorsitzender Andrew Termöllen auf WN-Anfrage. Mit dem Erhalt der alten Halle in der Ortsmitte könnte er „gut leben“, gegen eine Aufgabe und den Neubau einer Soccerhalle hat er allerdings auch nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Auf dem Zettel hat sie der Verein ohnehin. Bislang ging Termöllen aber davon aus, den Wunsch erst später realisieren zu können.

„Das wäre ein Zugpferd, eine echtes Alleinstellungsmerkmal“, findet Reiling. Weshalb er dafür plädiert, sich die Sanierungskosten zu sparen und das Geld stattdessen in eine Soccerhalle mit Tribüne und Gastronomie zu investieren. Entsprechend großzügig dimensionierte Nebenräume böten die Chance, dass auch andere Vereine dort Treff-, Proben- und Auftrittsmöglichkeiten fänden – als Ersatz für den gescheiterten Traum vom Bürgerhaus in der alten Hauptschule, deren Abriss unausweichlich scheint.

Eine gute Soccerhalle kostet nach Reilings Recherchen rund 500 000 Euro, zudem habe die Stadt eine Tribüne eingelagert. Ob diese nutzbar ist? Das müsse geklärt werden. Genau wie die Frage der detaillierten Finanzierung. Die Soccerhalle könne durch die Schule auch für Ballsportarten genutzt werden. Dem SCR mangele es im Winter zudem an Hallenzeiten und einer turniertauglichen Tribünen-Halle.

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