Angeblicher Unfall:
Betrug mit Schockanruf

Greven -

Mit einem Schockanruf, bei dem es um einen angeblichen Unfall der Tochter ging, hat ein Unbekannter eine Grevenerin um einen vierstelliger Eurobetrag betrogen.

Montag, 25.02.2013, 10:02 Uhr

 
  Foto: Z5328 Jens Wolf

Am Freitagnachmittag gegen 17.15 Uhr meldete sich eine weibliche Person mit weinerlicher Stimme und anschließend ein angeblicher Rechtsanwalt bei einer 65-jährigen Grevenerin. Die Anrufer, die akzentfrei russisch sprachen, schilderten eine vermeintliche Notlage. Sie behaupteten, die Tochter der Grevenerin habe einen Unfall verursacht und läge derzeit im Krankenhaus. Bei dem Unfall sei ein Kind schwer verletzt worden. Um zu verhindern, dass die Tochter angezeigt und inhaftiert werde, müsse sofort eine vier- bis fünfstellige Summe gezahlt werden.

Gegen 18.35 Uhr erschien ein unbekannter Mann an der Haustür der Geschädigten. Es wurde ein vierstelliger Eurobetrag übergeben. Der Mann wird wie folgt beschrieben: 30 bis 35 Jahre alt, etwa 170 Zentimeter groß, schlanke Statur. Es werden Zeugen gesucht, die zur fraglichen Zeit diesen Mann oder verdächtige Fahrzeuge im Bereich der Stauffenbergstraße gesehen haben.

Hinweise an die Polizei Greven, ✆ 928-4455.

Am vergangenen Wochenende haben sich in Steinfurt, Ibbenbüren und Ochtrup in weiteren neun Fällen skrupellose Betrüger bei russischsprachigen, vor allem älteren Mitbürgern, gemeldet. Auch in diesen Fällen wurde eine Notlage geschildert und Bargeld gefordert. Da die Geschädigten gewarnt waren, kam es in keinem Fall zu Geldübergaben.

Die Polizei rät: Gehen Sie auf keinen Fall auf solche Forderungen ein. Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen. Legen Sie einfach auf und rufen Sie die Ihnen bekannte Telefonnummer des Verwandten an. Verständigen Sie sofort über den Notruf „110“ die Polizei. Bitte warnen Sie auch andere Mitbürger vor diesen Betrügern.

Weitere Informationen auch in russischer Sprache erhalten Sie bei der Polizeilichen Beratungsstelle „Safe & Co.“ in Rheine, ✆ 05971 / 938-5917 und unter http://www.polizei-nrw.de/steinfurt.

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