Reckenfelder Ortsmitte
750 000 für Sanierung – oder doch Neubau?

Reckenfeld -

Die Umgestaltung der alten Sporthalle zum Multifunktionsgebäude soll nun 750 000 Euro kosten – rund doppelt so viel wie einst veranschlagt. Die Fraktion Reckenfeld direkt plädiert daher für einen Neubau.

Donnerstag, 06.06.2013, 16:06 Uhr

Die überarbeiteten Pläne für die Reckenfelder Ortsmitte (WN berichteten) – sie lassen Ernst Reiling keine Ruh. Im Rahmen eines kurzfristig anberaumten Pressegespräches machte gestern der Fraktionschef von Reckenfeld direkt seinem Ärger über die seiner Meinung nach größte Schwachstelle Luft: die bislang fehlende Einbindung der Reckenfelder Bevölkerung. Die Verwaltung kündigte inzwischen an, die neuen Pläne unter www.greven.net bereitzustellen.

Das geht Reiling nicht weit genug. Seine Fraktion lädt daher zu einer Informationsveranstaltung ein, die am Donnerstag, 13. Juni, ab 19 Uhr im Deutschen Haus stattfindet. Ob ein städtischer Vertreter teilnimmt ist noch offen, auch die anderen Fraktion haben auf die Einladung bislang (noch) nicht reagiert.

Der Abend soll interessierten Bürgern Gelegenheit bieten, sich die Pläne im Detail anzusehen, Erläuterungen zu hören und ihrerseits der Politik ein Feedback zu geben.

Mit einer persönlichen Bewertung der Pläne hält sich Reiling zurück, ehe er nicht die Meinung der Bürger gehört hat. Nur soviel: Den Umbau der alten Sporthalle hält er nicht für sinnvoll. Inklusive Nebenräumen soll die „Restaurierung“ der rund 50 Jahre alten Halle 750 000 Euro kosten – und damit rund doppelt so viel wie ursprünglich geplant. „Es wäre preiswerter, effizienter und ökologisch sinnvoller, den Neubau eines Multifunktionsgebäudes zu planen“, sagt er. Dieser dürfe ruhig an der Stelle der jetzigen Sporthalle stehen. Entweder müsse man dafür Städtebaufördermittel einwerben oder einen Investor für das künftige Baugebiet finden, der einen solchen Bau finanziere. Der Wunsch des SCR nach einer Soccerhalle bleibe davon unberührt.

Nach Reilings Informationen aus der Bezirksregierung könnten Städtebaufördermittel frühestens 2016 fließen. Für 2017/2018 sei die Verlagerung der Sportplätze an den Wittlerdamm angedacht.

► Sitzung des Bezirksausschusses: 18. Juni, 17 Uhr, Deutsches Haus.

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