Gaunereien mit gefälschten Ausweiskopien
Handys kassiert und verkauft

Greven -

Mit Ausweiskopien fälschte ein zur Tatzeit 20-jähriger Auszubildender eines Vodafone-Shops in der Innenstadt von Greven Handyverträge, kassierte die Handys und verkaufte sie bei einem „amtsbekannten“ An- und Verkauf-Geschäft in Münster. Gestern musste er sich wegen Untreue in zwölf Fällen mit einem Gesamtschaden von knapp 4700 Euro vor dem Jugendschöffengericht in Rheine verantworten.

Mittwoch, 24.07.2013, 17:07 Uhr

Mit Ausweiskopien fälschte ein zur Tatzeit 20-jähriger Auszubildender eines Vodafone-Shops in der Innenstadt von Greven im Juni/Juli 2011 Handyverträge, kassierte die Handys und verkaufte sie bei einem „amtsbekannten“ – Zitat des Staatsanwaltes – An- und Verkauf-Geschäft in Münster . Gestern musste er sich wegen Untreue in zwölf Fällen mit einem Gesamtschaden von knapp 4700 Euro vor dem Jugendschöffengericht in Rheine verantworten.

Die Staatsanwaltschaft beantragte ein Jahr mit Bewährung wegen besonders schwerer Untreue in zwölf Fällen, die Verteidigung schloss sich an. Bereits im Vorfeld seien ein Teil der Fälle eingestellt worden, erklärte der Staatsanwalt die Differenz. Das Jugendschöffengericht gab dem Angeklagten, der wegen Diebstahls und Körperverletzung schon mehrfach verurteilt wurde, jedoch eine letzte Chance mit einem Schuldspruch ohne festes Strafmaß – eine Maßnahme aus dem Jugendstrafrecht: Der Angeklagte wird schuldig gesprochen und unter Bewährung gestellt. Begeht er in dieser Zeit, hier zwei Jahre, keine neuen Straftaten und befolgt die Auflagen des Gerichts – 150 Sozialstunden – erlischt seine Schuld nach zwei Jahren ohne Eintragung in sein polizeiliches Führungszeugnis. Der Richter sagte in der Urteilsbegründung, dass ihm die Taten durch eine zu große Freiheit und zu viel Verantwortung während der Ausbildung zu leicht gemacht worden seien.

Von Anfang an räumte der inzwischen 22-jährige Grevener die Taten ein. „Ich hatte Schulden und brauchte Geld“, nannte er seine Motivation. Während seiner Ausbildung sei es zu einem Führungswechsel gekommen. Der neue Chef sei oft schon mittags gegangen und hätte zu ihm gesagt: „Mach Karten, egal wie“, übersetzt: „Schließe Verträge ab.“ So sei es ihm auch bei einer Unternehmensschulung vermittelt worden.

Als ein Mann nachmittags in den Shop kam und ihm die krummen Geschäfte vorgeschlagen habe, sei er der Empfehlung gefolgt. Der Komplize habe ihm die Personalausweiskopien besorgt. Zusammen seien sie mit dessen großem Audi nach Münster gefahren und hätten sich anschließend die Erträge geteilt.

Der damalige Inhaber räumte ein, öfter Außendiensttermine wahrgenommen zu haben. Auf die Frage des Richters, ob er dem Auszubildenden Provision gezahlt habe, antwortete er: „Ich habe ihm die Finanzierung seines Führerscheins in Aussicht gestellt“. „Unter welcher Voraussetzung?“ fragte der Richter. Daran konnte er sich nicht erinnern.

Gericht und Staatsanwalt hatten Zweifel an dem mysteriösen Komplizen, weil dessen Name erstmals in der Verhandlung fiel.

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