Martinigrundschule
„Nun den Blick nach vorne richten“

Greven -

Agnes Langenhoff wird Leiterin der Martinigrundschule. Das teilte die Bezirksregierung am Donnerstag offiziell mit. Sie sei „eine hervorragende und sehr gut bewertete Schulleiterin“. Die Behörde appellierte an die Eltern, den Blick nun nach vorne zu richten und Langenhoff einen guten Start zu ermöglichen.

Donnerstag, 11.07.2013, 18:07 Uhr

Auf Einladung von Wolfgang Weber , Schulabteilungsleiter der Bezirksregierung , kamen gestern Grevens Bürgermeister Peter Vennemeyer, Schulausschussvorsitzender Dr. Michael Kösters-Kraft, Schulpflegschaftsvorsitzender Armin Witte sowie weitere Elternvertreter aus Greven nach Münster in die Bezirksregierung. Sie übergaben Weber eine Protestnote mit rund 1000 Unterschriften, um damit zu unterstreichen, dass sie das Verfahren zur Nachbesetzung der Schulleiterstelle an der Martini-Grundschule nicht nachvollziehen können.

Agnes Langenhoff

Agnes Langenhoff

Zum 1. August wird Agnes Langenhoff , derzeit noch Leiterin einer Grundschule in Emsdetten, laut Pressemitteilung der Bezirksregierung die Leitung der Martinischule in Greven übernehmen. Sie hatte sich in Greven beworben, weil ihre Schule mit einer anderen zusammengelegt wird.

Weber machte deutlich, dass die Bezirksregierung nicht beabsichtigt, diese Entscheidung zu ändern. Er bemühte sich, den Eltern erneut das für Laien auf den ersten Blick nicht leicht verständliche Verfahren zu erläutern. „Diese Entscheidung war auf der Basis des § 61 Schulgesetzes NRW, der in der Verfassung (Artikel 33) verankerten Beamtenrechte und eines ministeriellen Erlasses sowie der Rechtsprechung für uns zwingend so zu treffen“, erklärte Weber. Entgegen ihren Vorstellungen haben die Eltern in diesem Fall kein Wahlrecht. Das Bewerbungsverfahren habe den rechtlichen Vorgaben entsprechend in ein Versetzungsverfahren münden müssen.

Die Bewerberin wäre allerdings auch ohne die Versetzung im Rahmen eines normalen Bewerbungsverfahrens auf Grund ihrer sehr guten Bewertung und hohen Kompetenz die einzige Kandidatin gewesen, die die Bezirksregierung der Schulkonferenz hätte vorgeschlagen dürfen. Der von den Eltern gewünschte Konrektor, der seine Bewerbung bereits im Dezember zurückgezogen hat, wäre schulrechtlich nicht zum Zuge gekommen. Die Behörde habe keinen Ermessensspielraum gehabt.

Die Bezirksregierung kann die unsachliche Ablehnung, die der Bewerberin von einem Teil der Eltern entgegenschlägt, nicht nachvollziehen. „Mit Frau Langenhoff bekommt die Martini-Grundschule eine hervorragende und sehr gut bewertete Schulleiterin“, sagte Weber. „Wir haben als Dienstherr absolut keinen Anlass, ihre Eignung in Zweifel zu ziehen“. In einer Vielzahl von Gesprächen und Schreiben mit Elternvertretern und der Stadt habe die Bezirksregierung in den vergangenen Monaten alles nur Denkbare unternommen, um die Entscheidung transparent und nachvollziehbar zu machen.

Weber: „Wir können gut nachvollziehen, dass sich Elternvertreter in der Sache nachdrücklich für ihre Überzeugungen einsetzen. Dass vereinzelte Eltern aber nun mit beleidigenden Äußerungen versuchen, die neue Schulleiterin schon im Vorfeld anzugreifen und sie und die Schule auf diese Weise massiv zu schädigen, ist absolut nicht akzeptabel“. Mit einem solchen Verhalten werde der Schulfriede an der Martinischule ernsthaft gefährdet. Das habe nichts mehr mit Demokratie zu tun.

Die Eltern sollten jetzt den Blick nach vorne richten und Frau Langenhoff einen guten Start ermöglichen, appellierte Weber. Er schlug den Eltern zur Vorbereitung des Schulstarts ein Treffen unter externer Moderation mit dem Lehrerkollegium, der neuen Schulleiterin Agnes Langenhoff, sowie mit Vertretern von Eltern, Schulträger und der Bezirksregierung Münster vor.

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