Ortsmitte Reckenfeld
„Mehrwert für Reckenfeld“

Reckenfeld -

Am Mittwochabend entbrannte im Rat nochmals eine Debatte über die Umgestaltung der Reckenfeder Ortsmitte und die dafür notwendige Beantragung von Städtebaufördermitteln.

Donnerstag, 11.07.2013, 17:07 Uhr

Das Thema war schon durch – eigentlich. Dass sich Ernst Reiling dennoch nicht damit abfinden mochte, war den Ratsmitgliedern vorher klar. Und tatsächlich: Am Mittwochabend entbrannte im Rat nochmals eine Debatte über die Umgestaltung der Reckenfeder Ortsmitte und die dafür notwendige Beantragung von Städtebaufördermitteln.

Reiling kämpfte für die Fraktionsgemeinschaft Reckenfeld direkt / Freie Wähler allein gegen den Rest des Rates – und konnte am Ende nicht gewinnen. Der Rat bestätigte mehrheitlich den Beschluss, den bereits der Bezirksausschuss gefasst hatte. Hauptschul-Abriss, Bebauung der Ortsmitte-Sportplätze, neue Plätze am Wittlerdamm, multifunktionaler Umbau der alten Sporthalle in der Ortsmitte, nebenan ein Mehrgenerationenpark – das sind im Kern die Bestandteile des Integrierten Handlungskonzeptes.

Reiling beharrte auf seiner Forderung, statt der alten Sporthalle doch lieber die alte Hauptschule weiterzunutzen. Dies erhöhe auch die Aussichten auf Förderung. Die alte Sporthalle berge dagegen die Gefahr, sich zu einem „Brennpunkt“ zu entwickeln. Schon jetzt gebe es Lärmprobleme. In der alten Hauptschule (der Teil mit Aula) könnten RBO, VHS und auch ein künftiger Kindergarten unterkommen, der gebraucht werde, wenn dort eine Baugebiet entwickelt werde. Das nun vorliegende Konzept werde dagegen von vielen Bürgern nicht akzeptiert. Manche seien „stocksauer“. Reiling befürchtet: „Gehen wir diesen Weg, werden wir viele Leute nicht mitnehmen.“ Er fordert daher eine neuerliche Bezirksausschusssitzung noch vor der Sommerpause - der Förderantrag muss schließlich spätestens am 30. August eingereicht werden. Bürgermeister Peter Vennemeyer betonte, eine solche Sitzung sei zeitlich nicht mehr machbar: Verschiebe man den Beschluss, sei die Konsequenz, dass man den Antrag in diesem Jahr nicht mehr hinbekomme.

Bernhard Sebastian geißelte Reilings Wünsche als „Blütenträume“. Sekundarschule mit Teilstandort Reckenfeld, Soccerhalle – solchen „Luxus“ zu fordern sei angesichts der Kassenlage „unverschämt“. Und: Nehme man die Sporthalle aus dem Förderantrag, könne man ihn gleich vergessen. „Da muss Fleisch an den Knochen.“ Franz-Josef Holthaus erklärte, dass eine Wunschliste zwar erlaubt sei, das Christkind aber eben nicht alle Wünsche erfüllen könne.

Im Übrigen, so Sebastian, dauere die Diskussion nun schon drei Jahre. „Irgendwann steht es einem bis hier“, sagte er und deutete Oberkante Unterlippe an. So sahen das auch viele andere Ratsmitglieder, die letztlich den bestehenden Beschluss bestätigten. Christian Kriegeskotte (SPD) sieht in den Plänen einen „Mehrwert für Reckenfeld“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1779002?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F1781909%2F1880000%2F
Pfeil durchbohrt Hals einer Taube
Ein Pfeil hat den Hals dieser­­ Taube durchbohrt. Nach Tagen kann die Nottulnerin Ricarda Peters den verletzten Vogel fangen und zum Tierarzt bringen.
Nachrichten-Ticker