Wentruper Berge
Kampf gegen die Brombeere

Greven -

Normalerweise werden Brombeeren gepflückt. Doch wenn Naturschützer sich des stacheligen Gewächses annehmen, geht es nicht nur den süßen Früchten, sondern gleich der ganzen Pflanze an den Kragen.

Mittwoch, 17.07.2013, 17:07 Uhr

Normalerweise werden Brombeeren gepflückt. Doch wenn Naturschützer sich des stacheligen Gewächses annehmen, geht es nicht nur den süßen Früchten, sondern gleich der ganzen Pflanze an den Kragen. Ziehen statt pflücken lautet dann die Devise. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn Brombeeren sind widerspenstig. Entweder verharren die Wurzeln hartnäckig im Boden, oder die Ausläufer erreichen ungeahnte Längen und erschweren die Arbeit.

Nichtsdestotrotz nahmen Naturschutzstiftung und Biologische Station des Kreises in den Wentruper Bergen den Kampf mit den Brombeeren auf. Vor drei Jahren war hier auf Initiative der Naturschutzstiftung eine von Kyrill vorgeschädigte Fläche fast vollständig von Bäumen befreit worden, um Besenheide, Sandsegge und anderen pflanzlichen Liebhabern offener Dünen eine Chance zu geben. Durchaus mit Erfolg, wie der fachliche Leiter der Biologischen Station, Dr. Peter Schwartze , konstatierte. „Sandsegge und Besenheide sind schon da“, freute sich der Grevener. Und auch der ebenso unscheinbare wie bedrohte Vogelfuß hat sich mit einigen Pflänzchen eingefunden. Doch ihnen sitzt die Brombeere im Nacken. Deshalb kam Udo Schneiders , Geschäftsführer der Naturschutzstiftung, die Idee, die rund 40 Mitglieder seines Kuratoriums und Beirats zu praktischer Naturschutzarbeit aufzurufen. „Ein paar mehr hätten es schon sein können“, war Schneiders von der Resonanz etwas enttäuscht. Doch verstärkt durch einige Mitarbeiter der Biologischen Station schaffte es die Gruppe, eine durchaus ansehnliche Fläche brombeerfrei zu gestalten. Beim Brombeerziehen in den Wentruper Bergen soll es nicht bleiben. „Die Naturschutzstiftung feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen, deshalb planen wir unter dem Motto „Vor Ort aktiv“ zukünftig ähnliche Einsätze“, sagte Schneiders. Vielleicht auch wieder in den Wentruper Bergen. Brombeeren gibt es dort immer noch genug.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1791834?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F1781909%2F1880000%2F
„Jetzt kann Weihnachten beginnen“
Zwischen den stimmungsvoll beleuchteten Prinzipalmarkthäusern versammelten sich am Sonntagabend Tausende, um gemeinsam internationale Weihnachtslieder zu singen, die David Rauterberg (kleines Bild) auf der Bühne anstimmte.
Nachrichten-Ticker