Elektroautoschau im Rahmen der Mobilitätswoche auf dem Rathausplatz
Ohne Sprit auf leisen Sohlen

Greven -

Zahlreiche Autos, die nur oder hauptsächlich mit Strom betrieben werden, wurden am Samstag auf dem Rathausplatz ausgestellt. Die Autos lockten zahlreiche Besucher an.

Dienstag, 24.09.2013, 17:38 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 22.09.2013, 18:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 24.09.2013, 17:38 Uhr

Das Rollen der Reifen und höchstens ein leises Surren – nahezu geräuschlos rollen die Autos auf den zentralen Parkplatz am Busbahnhof. Ob orangener Rennflitzer, weißer Kleinwagen, moderne Limousine, kleines Stadtauto oder futuristisches Gefährt auf drei Rädern – sie alle fahren elektrisch und sind daher kaum zu hören. Im Rahmen der Grevener Mobilitätswoche präsentierten am Samstag nicht nur Elektroautobesitzer ihre Fahrzeuge, auch Händler stellten ihre Fahrzeuge aus und informierten über die umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel.

„Wir wollen alles einmal zum Anfassen bieten“, erklärte Olaf Pochert , der die Veranstaltung als Klimamanager der Stadt organisierte, die Zielsetzung. „Es ist die Gelegenheit mal mit Händlern und auch mit Elektroautobesitzern selber zu sprechen.“ Diese Möglichkeit nutzten viele Besucher, indem sie am Rathausplatz vorbeischauten und mit Experten, erfahrenen Nutzern und Verkäufern ins Gespräch kamen. Von den Jüngsten, deren erstes Auto wohl kaum mehr mit konventionellem Benzin-Antrieb laufen wird, bis zu denjenigen, die noch Spritpreise in Pfennighöhe erlebten, zeigten sich Menschen unterschiedlichen Alters interessiert.

Zuvor steuerten zahlreiche Autofahrer aus verschiedensten Regionen den Parkplatz mit ihren Stromern an. So versammelte sich dort ein bunter Mix von Bastlerautos bis zu alltagstauglichen Elektromobilen. Da war zum Beispiel das orangene Lotus Superseven Replik der Firma MK India von Rob Troost. Der Niederländer aus Hengeloo erklärte sein exotisches Rennmobil: „Wir haben den Elektromotor selbst entwickelt. Er fährt 260 Stundenkilometer, hat eine Reichweite von 100 Kilometern mit einer Ladung und einen 200-Kilowatt-Motor.“ Neben diesem Flitzer bestaunten die Besucher auch alltagstaugliche Elektrofahrzeuge, denen man den Unterschied zu ihren spritschluckenden Artgenossen höchstens beim Blick unter die Haube ansieht.

Darüber hinaus präsentierten jedoch auch verschiedene Händler über 15 elektrische Neuwagen, fünf Elektroroller und zehn Pedelecs. So waren Toyota Jarvers, Opel Berkemeier, Renault Kiefer , Emco Elektroroller sowie die Solarspezialisten i-energy und Fenderl Energy und die Fachhochschule Münster mit Ständen vertreten. „Es ist auch das Ziel der Geschichte, die Autos auszuprobieren“, sagte Pochert. Axel Kiefer vom gleichnamigen Autohaus stellte die Renault-Modelle Twizy, Zoe und Kangoo vor. „Es sind alles vollkommen nutzbare und sehr zuverlässige Fahrzeuge.“

Auch wenn sie seiner Einschätzung nach „kurz vor dem Durchbruch“ stehen, haben sich E-Mobile noch nicht besonders am Markt durchgesetzt. Axel Kiefer weiß, dass viele Kunden noch verunsichert bei dem Thema sind. „Die Leute haben die größte Skepsis wegen der Reichweite der Fahrzeuge. Dabei fahren 80 Prozent regelmäßig nur 30 Kilometer.“ Olaf Pochert sieht das ähnlich: „Viele machen sich Sorgen um die Reichweite, dabei würde die für einen Zweitwagen meist komplett ausreichen. Zudem sind die Preise noch relativ hoch, was auch an den derzeit noch kleinen Stückzahlen liegt.“ Er zeigt sich daher optimistisch, dass die Entwicklung in nächster Zeit voran geht: „Wir sprechen hier über ein ganzes Stück Zukunft.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1928965?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F168%2F1781909%2F2009880%2F
309 000 Euro in Rückenlehnen von Pkw versteckt
In den präparierten Rückenlehnen eines Pkw hat am Sonntag ein 45-Jähriger 309 000 Euro nach Deutschland einzuschmuggeln versucht.
Nachrichten-Ticker