Schulausschuss
Warten auf die Minute X

Reckenfeld -

Wie lange es wohl dauern wird, bis im Schulausschuss jemand fordert, auch die Reckenfelder Belange zu berücksichtigen und die Möglichkeit eines Teilstandortes zu prüfen? Ein Protokoll . . .

Donnerstag, 21.11.2013, 17:01 Uhr

Schulausschuss am Mittwochabend: Es geht um eine mögliche Sekundarschule. Reckenfeld wird in der umfangreichen Berichtsvorlage der Verwaltung mit keinem Wort erwähnt. Und doch scheint sicher, dass es heute Abend einer – ein ganz bestimmter – schaffen wird, Reckenfeld ins Spiel zu bringen. Fordern wird, die Reckenfelder Belange zu berücksichtigen, die Sekundarschule als Chance zu begreifen und einen Teilstandort der Sekundarschule in Reckenfeld vorschlagen wird. Wetten, dass . . .? Die Uhr läuft.

16.58 Uhr: Ernst Reiling (Reckenfeld direkt) blättert in seinen Unterlagen. Bereitet da jemand ein Statement vor?

16.59 Uhr: Reiling bespricht sich mit Tischnachbar Thomas Hudalla (Linke) und erhebt den Zeigefinger. Hoppla. Was kommt denn jetzt?

17.00 Uhr: Der Ausschuss-Vorsitzende Michael Kösters-Kraft sagt, man könne nicht pünktlich anfangen, weil es ein kleines technisches Problem gebe. Irgendwas mit der Internetverbindung des Laptops, den Sigrid Högemann später für ihren Vortrag über Neuerungen in der Stadtbibliothek braucht.

17.02 Uhr: Reiling fasst sich ans Kinn, gießt sich ein Glas Wasser ein und ordnet noch mal die Unterlagen. Da hat doch einer was vor.

17.03 Uhr: Das Problem ist offenbar nicht ganz so klein. Ein Rathausmitarbeiter gibt am Laptop alles.

17.04 Uhr: Endlich. Los geht’s. Recht bald wird die Anne-Frank-Realschule zum Thema. Reiling schweigt. Noch.

17.16 Uhr: Reiling ordnet Unterlagen – unter dem Tisch. Da ist doch was im Busch . . .

17.33 Uhr: Reiling erhebt erstmals die Stimme. Er preist die Vorteile einer Sekundarschule, die Gründung sei die einzige Chance, die Probleme am Schulstandort Greven zu lösen. Kein Wort zu Reckenfeld. Dafür zur Ganztagsschule. Ein Drittel der Kinder nutzt Ganztagsangebote. „Das sind rund 30 Prozent“, rechnet Reiling vor. Er muss seinerzeit im Mathe-Leistungskurs gesessen haben. Geht ja gar nicht anders.

17.40 Uhr: Jawoll: Reiling bringt Reckenfeld ins Spiel. Fordert, die Reckenfelder Belange zu berücksichtigen, die Sekundarschule als Chance zu begreifen und schlägt einen Teilstandort der Sekundarschule in Reckenfeld vor. Wette gewonnen. Bingo.

17.45 Uhr: Reilings Handy brummt unter dem Tisch. Will da jemand zum gelungenen Coup gratulieren?

18.54 Uhr: Reiling muss aufs Örtchen. Die Aufregung?

19.40 Uhr: Ein Antrag von Arthur Hegel zum Schulertransport wird besprochen. Kein Wort von Reiling, auch andere Ausschussmitglieder drängt es nicht, sich zu äußern. Genug Reckenfeld für heute.

19.43 Uhr: Sitzungsende. Puh, geschafft.

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