14-köpfige Mordkommission ermittelt
„Mit stumpfer Gewalt“

Greven -

Die Identität ist geklärt: Bei der Leiche, die am Mittwochmorgen im Bockholter Kanalhafen geborgen wurde, handelt es sich um 35-jährigen Mann aus Münster. Der türkische Staatsbürger wurde ein Opfer roher Gewalt.

Donnerstag, 12.12.2013, 12:12 Uhr

Im Netz wurde am Abend des Leichenfundes schon spekuliert: Ein vermisster Mann, der nicht auffindbar sei, könne es sein, postete dort ein Mitglied der Altenberger Community. Ebenso via Netz kam am Donnerstagmorgen erst ein Dementi, dann aber doch eine Bestätigung. „Ein 35-jähriger Mann aus Münster“, heißt es in der knappen Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei aus Steinfurt und Münster. „Ein türkischer Staatsbürger“, ergänzt Oberstaatsanwalt Heribert Beck auf Nachfrage. Noch am Dienstag sei er lebend gesehen worden. Klar ist auch: Der Mann starb eines gewaltsamen Todes.

Aus ermittlungstechnischen Gründen möchte Beck das nicht weiter kommentieren. „Sie können aber davon ausgehen, dass mit stumpfer Gewalt vor allem gegen den Kopf des Mannes vorgegangen wurde.“

Die im Kanalwasser treibende Leiche war am Mittwochmorgen kurz nach 9 Uhr im Dortmund-Ems-Kanal in Höhe des Raiffeisenhafens in Bockholt von einem Spaziergänger entdeckt worden.

Die alarmierten Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Der Tatort sei wohl nicht der Fundort, erklärte Staatsanwalt Beck nach der Obduktion am Donnerstagmittag auf Nachfrage. Er gehe allerdings davon, dass der Ort an dem die mutmaßlichen Täter den Mann in den Kanal warfen, nicht weit vom Fundort entfernt liegt, denn die Strömung des Kanals sei nur gering.

Eine 14-köpfige Mordkommission unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux ist inzwischen eingerichtet worden. „Wir stehen ganz am Anfang der in alle Richtungen gehenden Ermittlungen und werden nun die näheren Umstände des Todes klären.“ 

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