Neue Pferdebrücke über die Aa ist fertig
Erfolgreicher Aufgalopp

Greven -

Die neue Pferdebrücke über die Aa ist fertig gestellt und wurde bei einem Test für gut befunden. „Damit ist ein wichtiger Lückenschluss der Münsterland-Reitroute geschafft“, sagt Schneiders, der im Umwelt- und Planungsamt des Kreises für die Planung der Route im Kreis Steinfurt zuständig ist.

Mittwoch, 18.12.2013, 02:12 Uhr

Der Test verlief positiv. „Pferde und Reiter haben die neue Brücke problemlos angenommen“, schildert Udo Schneiders die „Generalprobe“, die vor zwei Wochen in Aldrup über die Bühne ging. Was durchaus von Belang ist. Denn das neue Bauwerk, das unweit der B 219 die Aa überspannt, ist extra für die Kombination aus Vier- und Zweibeinern gedacht. „Damit ist ein wichtiger Lückenschluss der Münsterland-Reitroute geschafft“, sagt Schneiders, der im Umwelt- und Planungsamt des Kreises für die Planung der Route im Kreis Steinfurt zuständig ist.

An drei Stellen kann man jetzt die Aa überqueren, und das auf einem Abschnitt von nur 500 Metern Länge. Für Schneiders ging trotzdem kein Weg an einem Neubau vorbei. „Der Weg an der Mühle vorbei ist privat. Der Besitzer wollte ihn aus betrieblichen Gründen nicht für die Reitroute freigeben“, schildert Schneiders die Situation an der ersten Alternative. Um die zweite Möglichkeit, die vorhandene Brücke an der B 219, nutzen zu können, hätten sich Ross und Reiter rund 250 Meter auf dem Radweg parallel zur Bundesstraße bewegen müssen. „Das wäre wegen des Begegnungsverkehrs mit Radfahrern und des Schwerlastverkehrs auf der Bundesstraße zu gefährlich gewesen“, sagt Schneiders, der sich von erfahrenen Reitern beraten ließ.

Deshalb der Neubau, der den Pferden vorbehalten sein soll. „Das war technisch keine einfache Sache“, sagt Schneiders. Die Aa ist durch den Mühlenstau an dieser Stelle recht breit, so dass die Brücke eine lichte Weite von immerhin 22 Metern überspannt. Mit der Optik ist Schneiders sehr zufrieden. „Wir haben einen Beton mit einer Sandsteinoptik gewählt“, sagt er. Eine Holz- oder eine Stahlkonstruktion sei nicht in Frage gekommen. „Wegen der Schwingungen sind solche Brücken für Pferde nicht geeignet.“ Insgesamt sei der Routenverlauf in Aldrup nicht ganz unproblematisch. „Das ist keine einfache Ecke“, so Schneiders. Die Überquerung der an dieser Stelle schwer einsehbaren B 219 – hier hat es schon einige Unfälle gegeben – sei mit Reitern getestet worden. „Das hat gut geklappt“, sagt Schneiders.

Die Baukosten von 122 000 Euro für die neue Brücke tragen die EU zu 80 Prozent und das Land NRW zu 20 Prozent. Die Münsterland-Reitroute soll als Ankerroute auf einem rund 1000 Kilometer langen Rundkurs zahlreiche lokale Reitwege verbinden. Auch der integrative Reitweg rund um Nordwalde und Altenberge wird angeschlossen. Start- und Zielpunkt der Route ist das Pferdemuseum in Münster. Die offizielle Eröffnung ist für das kommende Jahr geplant. 

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