Wettbewerb in Indien
Jan Kruse für Deutschland erfolgreich

Greven -

Ein Grevener misst sich in Indien mit dem internationalen Forscher-Nachwuchs: Jan Kruse, Schüler des Gymnasiums Augustinianum, hat eine Silbermedaille bei der zehnten „Internationalen Junior Science Olympiade“ gewonnen.

Montag, 20.01.2014, 15:01 Uhr

Jan Kruse , Schüler der Jahrgangsstufe EP (10) am Gymnasium Augustinianum in Greven, hat eine Silbermedaille bei der zehnten „Internationalen Junior Science Olympiade“ in Pune , Indien , gewonnen. Der Grevener Gymnasiast war Teil des sechsköpfigen deutschen Nationalteams, das insgesamt neunmal das Siegertreppchen erreichte. Das geht aus einer Mitteilung des Gymnasiums Augustinianum hervor.

Damit landeten die Nachwuchswissenschaftler als zweitbestes europäisches Team auf dem achten Platz im Medaillenspiegel. Jan Kruse und sein Mitschüler Jia-Lin Shi hatten sich im vergangenen Jahr als zwei von insgesamt vier Vertretern aus NRW für die deutsche Endrunde in Hamburg qualifiziert. In Indien hatte der 15-Jährige Schüler aus Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt an seiner Seite.

„Wir freuen uns über die Erfolge unserer Schülerdelegation und sind beeindruckt von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit, mit der wir von unseren Gastgebern in Pune aufgenommen wurden“, sagt Dr. Heide Peters von der Universität Kiel. Dort ist sie als Leiterin des bundesweiten Schülerwettbewerbs vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) tätig.

Jan Kruse und die weiteren fünf 15-jährigen Schüler, die im Oktober beim Bundesfinale in Hamburg ein Ticket für die „10th International Junior Science Olympiade“ ergattert hatten, trafen in Pune auf 217 Jugendliche aus 40 verschiedenen Nationen. Angesichts der Größe des Teilnehmer-Feldes ist der erreichte achte Platz (lediglich Russland stellte ein erfolgreicheres Team aus Europa) äußerst beachtlich. Für Jan Kruse sprang im Einzelwettbewerb eine Silbermedaille heraus.

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden drei jeweils dreistündige Klausuren geschrieben, eine theoretische, eine mit Multiple-Choice-Aufgaben und eine experimentelle, die in Dreiergruppen bearbeitet wurde. Die diesjährigen Aufgaben stellten alle Teilnehmer vor „eine große Herausforderung“, so Heide Peters.

Laut Jan Kruse waren die Schüler und Lehrer während des Wettbewerbs getrennt untergebracht, um Täuschungsversuche zu unterbinden. Bei der Bearbeitung der jeweils in die Landessprache übersetzten Klausuren sei er mit der Zeit immer mehr mit anderen Schülern zusammengekommen, was zu „sehr interessanten Begegnungen“ geführt habe. Auch den Gastgebern sowie den Leitern der deutschen Delegation lag an interkulturellen Unternehmungen der Jugendlichen. Entsprechend standen neben dem gemeinsamen Lernen und Forschen indische Landeskunde in Gestalt von Tempeln und Märkten ebenso wie Sportveranstaltungen auf dem Programm.

Dass am Ende neben Indien mit Taiwan, Thailand, Hongkong, Südkorea und Vietnam asiatische Länder vorne lagen, ist auffällig, aus Sicht der Deutschen jedoch von nachrangiger Bedeutung. Schließlich erfolgt bereits in diesem Monat die Ausschreibung zum neuen Wettbewerb mit dem Oberthema Schaf und Wolle. Jan Kruse und Jia-Lin Shi werden dann allerdings nicht mehr dabei sein, da sie die Altersgrenze überschritten haben.

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