Birken und Eichen widerrechtlich gefällt
Baumfrevel in Hüttrup

Greven -

Eine Baumreihe am Horstkamp und eine Hecke mit eingestreuten Eichen im Maestruper Brook, die beide der Stadt gehören, sind von einem Privatmann wiederrechtlich gefällt worden.

Dienstag, 28.01.2014, 17:01 Uhr

Sie war zu allen Jahreszeiten ein prächtiger Anblick, die Baumreihe am Horstkamp in Hüttrup , die viele Birken enthielt. Ihr zartes Grün zeigte im März an, dass der Frühling nun wirklich da ist, im Sommer beschattete sie angenehm den Radweg, im Herbst leuchtete sie goldgelb gegen einen tiefblauen Himmel. Doch damit ist es nun vorbei. „Da hat mal eben einer eine 350 Meter lange Baumreihe platt gemacht“, bestätigt Stadtsprecher Klaus Hoffstadt . Der Knackpunkt dabei: Die Stadt ist Besitzerin der Baumreihe, die an dem auch bei Radfahrern beliebten Wirtschaftsweg entlangführt. Und sie beabsichtigt nicht, den Fall auf sich beruhen zu lassen. „Der Bau- und Entsorgungsbetrieb hat die Bäume 20 Jahre lang gepflegt. Das finden wir überhaupt nicht spaßig – das ist massive Sachbeschädigung“, sagt der Stadtsprecher. Man überlege derzeit, wie man reagieren solle, auch eine Anzeige ist im Gespräch. „Wir wissen ziemlich genau, wer das war. Das wird Konsequenzen haben.“

Einen zweiten Baumfrevel , möglicherweise von der gleichen Person zu verantworten, gibt es im Maestruper Brook. Dort ist auf 100 Metern eine ebenfalls stadteigene Wallhecke abgeschnitten worden. „Da waren gut entwickelte Eichen dazwischen“, sagt Hoffstadt.

Im Moment sind in Greven viele Grundbesitzer dabei, ihre Hecke „auf den Stock“ zu setzen, wie es der Fachmann nennt. Dabei werden die Hecken radikal gestutzt, sie treiben dann wieder neu durch. Diese Maßnahme, so Dr. Peter Schwartze von der Biologischen Station Steinfurt, müsse alle zehn bis 15 Jahre durchgeführt werden, um die Hecken dicht zu halten. Entscheidend für die Natur sei, wie ein solcher Eingriff durchgeführt werde. „Am besten ist es, man geht abschnittsweise vor“, meint er. Wenn eine Hecke gleich auf mehrere hundert Meter zurückgeschnitten werde, sei das für Kleinsäuger, Vögel und Insekten natürlich gravierender als ein Eingriff auf nur 100 Metern. Der Fall in Hüttrup allerdings sei wohl noch einmal anders zu sehen als der – vernünftige – Rückschnitt einer normalen Hecke. „Eine Baumreihe ist ausgesprochen landschaftsbildprägend.“

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