WN-Karikaturist in Kultfilm
Wenn der Günni mit dem Stromberg

Greven/Saerbeck -

Viele Jahre hat er mit treffsicherer Feder Karikaturen für den Grevener Lokalteil gezeichnet, dann war er in Hamburgs Musikszene unterwegs und jetzt sehen wir Carsten Meyer in dem Kultfilm Stromberg als abgehalfterten Musiker Günni wieder.

Donnerstag, 20.02.2014, 08:02 Uhr

Fast zehn Jahre hat er Woche für Woche Grevens Polit-Szene mit der Feder aufgespießt. Mal liebevoll, mal böse, fast immer treffend. Als Musiker von „International Pony“ und später „Salamander Meyer “ fehlte Carsten Meyer die Zeit zu zeichnen. Ab heute gibt es ein Wiedersehen mit dem Karikaturisten. Im Kult-Film „Stromberg“ , der nach fünf Staffeln bei Pro Sieben den Weg in die Lichtspielhäuser gefunden hat, taucht Meyer als abgehalfterter musikalischer Alleinunterhalter auf.

Stromberg - Der Film

Während die Belegschaft der Capitol-Versicherung gemeinsam mit ihrem Abteilungsleiter Schadensregulierung Stromberg in einem Hotel ein eher müdes Betriebsfest aus Anlass des Firmenjubiläums feiert, heizt Günni im Nachbarsaal bei einer Hochzeit ein. Ein paar Scheinchen wechseln zwischen Stromberg und Günni den Besitzer und der Musiker lässt bei der verdutzten Hochzeitsgesellschaft Musik aus der Dose spielen und wechselt musikalisch zu den Capitol-Versicherern. Günni begleitet Stromberg, als der auf der Betriebsfeier den Titelsong „Lass das mal den Papa machen“ schmettert. Dass der aus der Feder von Stefan Raab stamm, sei nur am Rande erwähnt.

„Total witzig“ sei der Dreh in einem Sporthotel in Neheim-Hüsten gewesen, erzählt Meyer.

Im Filmgeschäft ist der in Hamburg lebende Künstler übrigens kein ganz Unbekannter. Er schrieb für die NDR-Kultserie „Tatortreiniger“ den Titelsong und tauchte dort in einer klamaukigen Szene als Möbelpacker auf, der die Devotionalien eines Neo-Nazi-Funktionärs entrümpelte. Regisseur Arne Feldhusen, mit dem Meyer freundschaftlich verbunden ist, führt jetzt auch wieder bei „Stromberg“ Regie.

Lesen Sie in der Fotostrecke die besten Stromberg-Sprüche:

Strombergs beste Sprüche

1/12
  • "Ich hab überhaupt kein Problem mit Autoritäten, ich kann’s nur
    nicht haben, wenn mir einer sagt, was ich zu tun und zu lassen
    hab’. Gibt’s in dem Laden hier...gibt’s da Leute, die mit dem ganze Arbeits...pillepalle besser Bescheid wissen als ich? Ja....gut, womöglich. Aber Fachwissen engt ja auch ungeheuer ein, muss man ja auch mal sehn."

    Foto: Pro Sieben / Willi Weber
  • "Mein Vorteil ist, dass meine Angestellten wissen, dass ich nicht so verkniffen bin wie ne Bügelfalte. Da seh ich auch meinen Vorteil gegenüber z.B. einer Frau Berkel. Die ist gelernte Erbsenzählerin. Und ich von meiner mentalen Haltung sach schon ma lieber: Scheiss auf die Erbsen."

  • "STOPP, stehen bleiben Büropolizei. Ich sehe hier einen eindeutigen Verstoß gegen Paragraph 1 der Büroordnung.. nie attraktiver sein als der Chef."

    Foto: ProSieben
  • "Als Chef bist du eigentlich 'ne Art Büro-Animateur. Ein Entertainer mit Schreibtisch. Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit schlechter Laune ist wie ne Schneeflocke. Einer allein ist harmlos, n paar Dutzend sind schon n Schneeball. Wenn du dann nicht aufpasst, dann hast du ratzfatz 'ne Lawine in der Hütte."

    Foto: ProSieben
  • "Ach du Scheiße, was ist denn mit dir passiert, Ernie? Du siehst ja aus wie dein eigener Vater in schwul."

    Foto: ProSieben
  • "Ernie hat's doch grad aktuell völlig in die Murmel gehagelt."

    Foto: ProSieben
  • "Ja was den ganzen Haufen hier anbelangt, da hat sich nicht viel getan….Ist ja praktisch wie ein Friedhof hier, wer einmal ein Plätzchen hat, den kriegste nicht mehr weg."

    Foto: ProSieben
  • "Ich geh Karneval als....Ernie (lacht) jetzt kauf ich mir noch 'n Nervenkostüm, aber ein ganz schwaches ha ha"

    Foto: ProSieben
  • "Macht, Einfluss, Ruhm..das wirkt auf Frauen einfach sexy..ist fakt."

    Foto: ProSieben
  • "Wir sind Kollegen, keine Freunde. Es geht hier nicht darum, sich gegenseitig die Haare machen oder gemeinsam seine Tage zu kriegen ja? Was die da draußen, was die kapieren müssen ist, dass ich der Chef bin. Und wenn’s bei mir ruhig läuft, dann scheint auch bei denen die Sonne. Wenn sich aber bei mir was
    zusammenbraut, dann donnert's auch bei denen!"

    Foto: ProSieben
  • "Ich bin sicher hier für einige im Haus ein rotes Tuch, keine Frage, aber die Stiere gehen im Stierkamp alle drauf, das rote Tuch hält ewig."

    Foto: Pro Sieben
  • Die Männer, die stammen vielleicht vom Affen ab, aber die Weiber mit Sicherheit von ner Klette.

    Foto: Pro Sieben
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